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| 02:46 Uhr

Röcke drehen sich in Straupitz

Die Straupitzer Trachtengruppe sorgte mit ihren traditionellen Spreewälder Tänzen für wahre Beifallsstürme. Die Frauen waren in ihren schmucken Trachten vor und nach dem Auftritt äußerst begehrte Fotomotive.
Die Straupitzer Trachtengruppe sorgte mit ihren traditionellen Spreewälder Tänzen für wahre Beifallsstürme. Die Frauen waren in ihren schmucken Trachten vor und nach dem Auftritt äußerst begehrte Fotomotive. FOTO: J. Harnath/jhh1
Straupitz. Mit dem Johannismarkt haben die Straupitzer und ihre Gäste am Wochenende die Sommersonnenwende gefeiert. Zwei Tage lang waren Produkte aus der Region im Angebot, lockten Musik und Tanz die Besucher an. Jürgen Harnath

Zum zweiten Mal hat die Organisation des Johannismarktes in der Verantwortung des Teams von "spreewald promotion" um Olaf Döbel gelegen. Es hatte sich unter dem Motto "Zurück zu den Wurzeln" einiges einfallen lassen.

"Der Johannismarkt hat hier schon eine lange Tradition und gerade in Straupitz haben die einheimische Kultur und das einheimische Brauchtum den entsprechenden Rahmen gefunden", so Olaf Döbel. "Zurück zu den Wurzeln heißt, das Brauchtum, die Kultur, aber auch das regionale Handwerk und die Spreewälder Erzeugnisse wieder mehr in den Mittelpunkt des Marktes zu stellen."

Das war deutlich an den Ständen zu merken. So wurden verstärkt Erzeugnisse des Handwerks sowie Obst und Gemüse aus der Region angeboten. Natürlich durfte auch das Leinöl aus der Straupitzer Mühle nicht fehlen. Die Neu Zaucher Gruppe Nowa Niwa zeigte den interessierten Gästen, wie Flachs verarbeitet wird und am Stand des Kornspeichers konnten die Besucher neben hausgemachtem Likör und anderen Leckereien auch so manches Wissenswerte über das historische Gebäude erfahren.

Für Technikfreunde standen Landmaschinen und Traktoren aus den letzten Jahrzehnten bereit und es wurde an manchem Oldtimer gestaunt und gefachsimpelt. Auch Kunsthandwerk lockten die Besucher des Marktes an. So mancher wurde beim Flanieren durch die Ständereihen fündig. Wie Jutta und Bernd Häbler aus Coswig. Sie fanden eine handgefertigte Holzharke am Stand von Stellmachermeister Reinhard Roggan aus Dammsdorf. "Wir haben die Straupitzer Mühle besucht und zufällig von dem Markt erfahren. Schön, dass es solch altes Handwerk noch gibt", sagte Bernd Häbler.

Für das leibliche Wohl war auch gesorgt, wobei die Straupitzer Hefeplinse wiederum der Renner war. Der Stand der Plinse-Frauen war ständig dicht umlagert.

Und es gab ein umfangreiches Kulturprogramm. Los ging es am Samstag mit einem Frühschoppen mit den Niewitzer Blasmusikanten. Schlagersängerin Kathrin Jantke sorgte mit Hits der 70er-Jahre für Stimmung und Günni, der singende Spreewaldwirt mit seinen Liedern für gute Laune. Der Höhepunkt am Samstagnachmittag war zweifellos der Auftritt der Trachtengruppe Straupitz. Stargast war am Nachmittag Sänger Gerd Christian, der mit seinen Liedern so manche Erinnerung weckte.

Am Abend lockten eine Tanzparty von Antenne Brandenburg und auch eine Laser-Wasser-Show war zu bewundern. Auch wenn Petrus noch einmal die Schleusen öffnete, tat das der Stimmung keinen Abbruch.

Das zweitägige Fest fand am Sonntag mit dem traditionellen Gottesdienst am Speicher seine Fortsetzung. Auf Einladung von Leinölfee Yvonne Schulz weilten andere regionale Hoheiten in Straupitz. Diese wurden dem Publikum am späten Vormittag vorgestellt. Für die musikalische Unterhaltung sorgten am Nachmittag unter anderem Manuel Maier mit der Steirischen Alpenpower, Sängerin Franziska Wiese, André Stade und die Kinder-Show "Captain Pook's Piratenparty". Den Abschluss des Johannismarktes bildete traditionell der Kahnkorso.

Zum Thema:
Seit 23 Jahren wird der Johannismarkt veranstaltet. Bis vor zwei Jahren durch den Heimat-und Fremdenverkehrsverein organisiert, hat er sich zum größten Volksfest der Region entwickelt. Er zieht jährlich Tausende Gäste an. Seit 2015 liegt die Organisation bei "spreewald promotion" unter Leitung von Olaf Döbel. Der Markt soll zukünftig wieder ursprünglicher werden.