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| 16:05 Uhr

Robuster Grundstücksmarkt in Spreewald-Städten

In vielen Lausitzer Orten stehen immer mehr Häuser zum Verkauf.
In vielen Lausitzer Orten stehen immer mehr Häuser zum Verkauf. FOTO: M. Behnke (DC)
Lübben. Von einer Krise kann auf dem Grundstücksmarkt in Dahme-Spreewald derzeit keine Rede sein. Nach den jetzt vorliegenden Zahlen für das erste Halbjahr profitiert der Markt im Kreis weiter von Gewerbeimmobilien rund um den entstehenden Flughafen BBI. Dagegen spielt Wohneigentum im Kreis keine große Rolle. Dennoch zeigt sich der Markt gerade in den Spreewaldstädten robust. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sacken die Geschäfte immer weiter ab. jg

Der Umsatz bei Immobiliengeschäften stieg in Wildau im ersten Halbjahr 2010 um satte 7285 Prozent – von 2,7 auf 199,4 Millionen Euro. Das aber liegt nicht an explodierenden Grundstückpreisen, sagt Jürgen Kuse, der Chef des Gutachterausschusses im Landkreis Dahme-Spreewald. „Hintergrund ist hier ein Eigentümerwechsel an einer großen Gewerbe-Immobilie.“ Dabei handelt es sich um das A10-Center in Wildau, für das allein 195 Millionen Euro flossen.

Aber auch Luckau kann dank des Gewerbegebietes in Duben/Alteno auf eine Umsatzsteigerung von 300 Prozent blicken – von 1,5 auf sechs Millionen Euro. Auch Lübben, das Golßener Land, Heideblick oder das Amt Lieberose/Oberspreewald verzeichnen ein Plus beim Umsatz, das allerdings auf teils niedrigem Niveau oder trotz sinkender Zahl der Kaufverträge. Im Amt Golßener Land wurden 30 Prozent mehr Kaufverträge registriert, was einen Zuwachs von 36 Prozent Geldumsatz mit sich brachte. Deutliche Einbußen bei Abschlüssen und Geldfluss mussten dagegen die Märkische Heide und der Unterspreewald hinnehmen. Im Oberspreewald-Lausitz-Kreis profitierten 2009 vor allem Vetschau und teilweise Lübbenau.