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Rettungsdienst für 160 173 Einwohner

Dahme-Spreewald.. Seit knapp einem Monat ist die neue Gebührensatzung des Landkreises für den Rettungsdienst in Kraft. Damit verbunden ist auch die Fortschreibung des Rettungsdienstbereichsplanes. Darin sind vor allem Zuständigkeiten neu geregelt. Von Krino Müller

Gegenüber dem alten Plan haben sich einige Veränderungen ergeben. So ist die Zahl der Einwohner auf 160 173 (Stand 31. Dezember 2003) gestiegen, was bei einer Fläche von 2261 Quadratkilometern 71 Einwohnern (Vorjahr 70) je Quadratkilometer entspricht.
Rettungsdienstlich betreut werden die Dahme-Spreewälder von der Johanniter-Unfall-Hilfe, Kreisverband Dahme-Spreewald, sowie den Johanniter Diensten Berlin/Brandenburg mit Sitz in Berlin.
Sieben Rettungswachen sind flächendeckend im Landkreis eingerichtet worden, damit bei Notfällen die vorgeschriebenen Hilfsfrist von 15 Minuten (Eingang der Meldung bis Eintreffen am Notfallort) eingehalten werden kann. Rettungswachen sind in Schulzendorf, Königs Wusterhausen, Teupitz, Lübben, Goyatz, Luckau und Leibsch eingerichtet worden. Zusätzlich weist der Rettungsdienstbereichsplan Wasserrettungsstationen in Jessern und Zaue am Schwielochsee, am Briesener See, in Groß Köris am Hölzernen See und in Neue Mühle bei Königs Wusterhausen aus. Dort sind insgesamt sechs Rettungsboote im Einsatz. Verantwortlich zeichnet der Kreisverband Fläming-Spreewald des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Sollten darüber hinaus in Grenzbereichen Notfalleinsätze eintreten, gibt es Verträge mit Nachbarkreisen.
Ärztliche Leiter für den Rettungsdienst sind im jährlichen Wechsel der Diplom-Mediziner Frank Schwertfeger (Spreewald-Klinik Lübben) und Dr. Thomas Weber (Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen). Die Rettungsleitstelle ist im Hause des Landratsamtes in Lübben untergebracht. Aufnahmekrankenhäuser sind die Spreewald-Klinik in Lübben, das Evangelische Krankenhaus Luckau und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Alle können auch mit Rettungshubschraubern erreicht werden.
Grundsätzlich ist geregelt, dass alle Rettungswachen 24 Stunden am Tag besetzt sind. Während das in allen Rettungswachen mit einem Rettungstransportwagen geschieht, sind in der Stadt Königs Wusterhausen davon zwei Fahrzeuge im Einsatz.
Verändert hat sich gegenüber 2004 der Einsatz von Krankentransportwagen. Das hat damit zu tun, dass sie in erheblich geringerem Umfang angefordert werden. Aus diesem Grund wird in Teupitz überhaupt kein Krankentransport mehr von der Rettungswache durchgeführt. In Lübben ist die Einsatz des Krankentransportwagens von zwölf auf acht Stunden reduziert worden, das gilt ebenso für den Bereich der Rettungswache Luckau. Wer zu anderen Zeiten einen Krankenwagen braucht, muss auf Organisationen und private Anbieter ausweichen.