Einen neuen Anlauf gab es jüngst mit einer Beratung, an der Bildungsminsteriums-Staatssekretär Martin Gorholt (SPD) ebenso teilgenommen hatte wie die Schulrätin Barbara Nehrig, der Vorsitzende der Elternkonferenz, die Fraktionsvorsitzenden der SPD- und Pro-Bürger-Fraktionen im Gemeindeparlament, Bürgermeister Dr. Horst Theile und andere.
Theile berichtete bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter am Dienstagabend in Groß Leuthen von der Veranstaltung. Deutlich machte er vor allem die Diskrepanz zwischen der Aussage Gorholts, dass ein hohes Landesinteresse bestehe, die Groß Leuthener Schule zu erhalten, und dem Nachsatz, dass dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten seien. Diese geben eine Zweizügigkeit an Gesamtschulen vor, was sich schon deshalb schwierig gestaltet, weil die nächstgelegene Grundschule in Gröditsch 2005/2006 überhaupt nur 28 Schüler an eine weiterführende Einrichtung abgibt.
Man habe an eine einzügige Führung in Groß Leuthen gedacht, doch er habe telefonisch von Schulrat Werner Weiss erfahren, dass man sich das Integrations-Konzept nur zweizügig vorstellen könne.
Dieses, betonte Theile, sei kein Produkt des Schulsterbens, sondern habe Tradition und basiere auf qualifiziertem Unterricht durch qualifizierte Lehrer.
Die Punkte waren in eine Resolution eingeflossen, in der das Bildungsministerium und das Wünsdorfer Schulamt aufgefordert werden, „nach Wegen und Möglichkeit zu suchen, um den Schülern in unserer ländlichen Region weiterhin eine wohnortnahe Schulbildung zu garantieren und gerade deshalb den Standort Groß Leu then für die Integration von Kindern zu erhalten“ , was inhaltlich auf ausnahmslose Zustimmung in der Versammlung traf. (is)