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| 02:56 Uhr

Reise in Straupitzer Vergangenheit

Die Straupitzer Ortschronisten Tobias Raband (li.) und André Urspruch sind froh über jeden Hinweis, den sie auf ihre Fotos erhalten.
Die Straupitzer Ortschronisten Tobias Raband (li.) und André Urspruch sind froh über jeden Hinweis, den sie auf ihre Fotos erhalten. FOTO: asd1
Straupitz. Wie sah Straupitz vor Jahrhunderten aus? Welche Gebäude standen früher? Wer hat sie gebaut und genutzt? Und stehen die Häuser noch heute? Tobias Raband und André Urspruch haben Antworten darauf. Die beiden Straupitzer beschäftigen sich intensiv mit ihrem Heimatort. Andreas Staindl/asd1

Sie sind seit 2010 die Ortschronisten, jedoch schon seit zwei Jahrzehnten mit der Heimatgeschichte verbunden, wie André Urspruch erzählt. Die beiden Ortschronisten gestalteten den Freitagabend im Straupitzer Schloss im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Straupitzer Freitag" und nahmen etwa 20 Besucher mit auf die Reise in die Vergangenheit des Dorfs.

Beide haben einen enormen Fundus an Bildmaterial, an alten Fotos, Postkarten und Zeichnungen. Eine Auswahl davon zeigten sie am Freitagabend auf der Leinwand. Jedes Bild hat seine Geschichte. Tobias Raband hat nicht nur Fakten und Zahlen parat und weiß Fotos historisch einzuordnen, sondern kennt oft auch die Geschichten hinter der Geschichte. Er nutzt dafür Erinnerungen aus seiner Kindheit oder Erzählungen von älteren Bürgern. Der Vortrag der beiden Ortschronisten ist die Entwicklung des Dorfs im Zeitraffer. Zu sehen sind Häuser, wie sie im 16. Und 17. Jahrhundert überall in Straupitz gestanden haben, prägende Gebäude mit oft wechselvoller Geschichte, vom ersten Steinhaus 1823 im Ort, vom Nachtwächterhäuschen um 1900 und von Menschen längst vergangener Zeiten. Die Familie von Houwald hat den Ort im Oberspreewald maßgeblich mitgeprägt. Das Schloss der Standesherrschaft wird heute als Grundschule genutzt.

Wie aber sah es aus, als der Adel noch dort lebte? Die Ortschronisten können auch davon mit Fotos erzählen. Dank alter Bildaufnahmen und Zeichnungen tasten sie sich auch an die Entstehungsgeschichte anderer Gebäude und Plätze im Schlossgelände heran. Ihre Fotodokumente stammen aus Archiven, Privatbesitz und dem Internet. Für Tobias Raband sind selbst kleinste Details "hochgradig interessant, einfach grandios". Zum dritten Mal hatten die beiden Chronisten ihr Material jetzt öffentlich präsentiert.