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Regionale Produkte sind bei Marktbesuchern gefragt

Am Samstag fand der letzte Heimatmarkt der Saison 2017 in Lübben statt, diesmal in unmittelbarer Nachbarschaft der Breiten Straße, in der Sternstraße. Das Interesse der Kunden war erneut groß.
Am Samstag fand der letzte Heimatmarkt der Saison 2017 in Lübben statt, diesmal in unmittelbarer Nachbarschaft der Breiten Straße, in der Sternstraße. Das Interesse der Kunden war erneut groß. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Lübben. Lübben zieht erfolgreiche Bilanz nach dem letzten Termin in diesem Jahr und beteiligt sich auch 2018 wieder an "Regional gemacht". Andreas Staindl / asd1

Heimatmärkte sind längst kein Geheimtipp mehr. Märkte mit besonderen Erzeugnissen und einem ganz eigenen Flair sind sie allerdings schon. Händler und Direkterzeuger bieten Produkte an, die es nicht von der Stange gibt. Das war auch am Samstag in Lübben so.

Der letzte Heimatmarkt der diesjährigen Saison fand allerdings nicht wie gewohnt in der Breiten Straße, sondern in der benachbarten Sternstraße statt. Die Zahl der Händler war überschaubar und geringer als während der vergangenen Auflagen 2017. Doch diejenigen, die ihre Erzeugnisse und Produkte angeboten haben, konnten sich nicht beschweren.

"Die Kunden sind sehr aufgeschlossen und interessiert", sagt Petra Wetzel von der Niederlausitzer Heidemanufaktur in Hohenleipisch (Elbe-Elster). "Ich komme sehr gern nach Lübben, auch, weil ich hier immer nette Gespräche habe." Ihre Präsenz in der Kreisstadt hat sich offenbar schon gelohnt. "Ich habe inzwischen Anfragen von Leuten aus Lübben und Umgebung, auch über das Internet", erzählt Petra Wetzel. Liköre, Gewürze und Fruchtaufstriche bietet sie an, alles mit regionalen Zutaten hergestellt.

Auch Matthias Bulisch setzt auf regionale Produkte. Der Schönwalder (Unterspreewald) bietet Honig an und verspricht: "Weil wir unsere Bienen sehr schonend behandeln, hat unser Honig einen ganz hervorragenden Geschmack." Massenproduktion ist nicht sein Ding. Deshalb mag er die Heimatmärkte. "Die Idee ist super", sagt Matthias Bulisch. "Man kommt hier prima mit den Kunden in Kontakt, das gefällt mir." Ives Meyer hat ihm am Samstag geholfen und ist auch sonst während der Honigproduktion auf dem heimischen Hof in Schönwalde dabei. "Ich interessiere mich für Bienen", erzählt der Achtklässler. "Für mich ist das ein schönes Hobby."

Das Hobby von Gabriele Beinker aus Lieberose (Lieberose/Oberspreewald) ist Nähen. Sie lebt dabei ihre Kreativität aus, stellt Taschen, Schürzen und Mützen her. "Jedes Teil ist ein Unikat", sagt die pensionierte Lehrerin. "Die Nachfrage ist groß. Wir nutzen gern Spezialmärkte wie den Heimatmarkt in Lübben." Die Schradenfrucht Gröden GmbH gehört zu den Stammhändlern des Markts. Das Unternehmen bietet Wurst und Fleisch von Wasserbüffeln an, Produkte, die offenbar auch in Lübben ankommen.

Marktmeisterin Christina Hentschel will die Heimatmärkte noch attraktiver machen. "Im nächsten Jahr", sagt sie, "wird es jeweils auch einen Flohmarkt mit Kindersachen geben." Sie hofft, dass sich 2018 noch mehr Händler und Direkterzeuger in der Kreisstadt beteiligen. "Es ist gar nicht so einfach, regionale Erzeuger für eine Teilnahme zu begeistern. Auch Privat-und Kleinerzeuger können ihre Erzeugnisse anbieten. Schön wäre es zudem, wenn sich vielleicht Kanichenzuchtvereine oder andere Tierhalter präsentieren würden", sagt Christina Hentschel. "Das würde die Heimatmärkte für Besucher noch interessanter machen." Diesmal hat ein Leierkastenmann die Besucher erfreut, es gab frische Plinse. Und viele nette Gespräche zwischen Erzeugern und Kunden.

Heimatmärkte sind Teil der Initiative "Regional gemacht" mit Märkten in verschiedenen Orten im Spreewald und im Elbe-Elster-Kreis. Die Termine für die Heimatmärkte 2018 in Lübben stehen schon fest. Sie finden am 26. Mai, 30. Juni, 28. Juli und 18. August statt.