Im Mittelpunkt der Debatte standen die regionalen Wachstumskerne. Clemens Appel: "Wir haben mit den Städten einen regen Schriftverkehr geführt." Dabei habe es sich herausgestellt, dass es vor Ort teilweise konzeptionelle Engpässe und infrastrukturelle Wünsche gebe, auf die Politiker reagieren müssten. Eine interessante Beobachtung für den Mann aus Potsdam: "Kommunen, die nicht als ein Wachstumskern ausgewiesen wurden, haben sich oftmals mit Nachbarn zusammengetan. Da wurden dann erstmals nicht Schwächen dargelegt, sondern Stärken hervorgearbeitet." Dies sei aus seiner Sicht eine ebenso begrüßenswerte Entwicklung wie die der Bildung von Netzwerken. "Natürlich wird sehr genau geprüft, ob der eine oder andere Wachstumskern noch dazukommen könnte", versprach er. "Die Kabinettsentscheidung am 22. November ist kein Abschluss einer Diskussion, sondern nur eine Weichenstellung. Auch danach kann es noch Auf- und Absteiger geben", kündigte der Chef der Staatskanzlei an. "Selbst wenn Lausitz-Spreewald bei dem Konsenzprozess schon ein Stück weiter ist als andere Regionen, heißt das nicht, dass wir schon am Ende der Diskussion angekommen sind", machte OSL-Landrat Holger Bartsch als Chef der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald deutlich. Er verwies auf den Gegenvorschlag für die zentralen Orte. "Er hat eine Rolle gespielt, weil er mit der Daseinsfürsorge für die Region zu tun hat. Wir halten ihn in der Diskussion", so Bartsch. Da aber diese Entscheidung bis 2007 reifen müsse, seien die Wachstumskerne jetzt vordringlich zu betrachten, bei denen es noch die eine oder andere Differenz und weiteren Gesprächsbedarf gebe. In der Diskussion wurde auch Augenmerk auf die Zukunft der Kurorte in der Region gelegt. "Wir müssen bedenken, wie wir mit ihnen umgehen", mahnte Landrat Holger Bartsch.