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| 17:00 Uhr

Neues Flutlicht an der Berliner Chaussee in Luebben
Reden ist Pflicht zwischen Stadt und Vereinen             

 Der Sportplatz an der Berliner Chaussee soll neues Flutlicht  bekommen. Die Kosten könnten sich laut ersten groben Schätzungen auf 80 000 bis  100 000 Euro belaufen.
Der Sportplatz an der Berliner Chaussee soll neues Flutlicht  bekommen. Die Kosten könnten sich laut ersten groben Schätzungen auf 80 000 bis  100 000 Euro belaufen. FOTO: LR / Steven Wiesner
Lübben. Zwischen Stadt und Vereinen herrscht Einigkeit darüber, dass an der Berliner Chaussee neues Flutlicht benötigt wird. Vorher möchte der Bildungsausschuss die Vereine aber nochmal persönlich anhören. Von Ingvil Schirling und Steven Wiesner

Die Gedankenspiele bezüglich einer neuen Flutlichtanlage in Lübben gehen weiter. Bereits im Januar hatte die RUNDSCHAU über den Wunsch der drei Fußballvereine Grün-Weiß Lübben, TSG Lübben und Blau-Weiß Lubolz berichtet, das Flutlicht auf dem Sportplatz an der Berliner Chaussee zu erneuern. „Nach 40 Jahren wäre es mal an der Zeit für etwas Vernünftiges“, hatte sich mit Jürgen Peters der 2. Vorsitzende von GW Lübben zitieren lassen, da die alte Anlage teilweise nicht mal mehr den Spiel- und Trainingsbetrieb gewährleisten kann.

In der Zwischenzeit haben sich die Vereine in ein „von allen Beteiligten aus offenes und konstruktives Gespräch“ mit der Stadtverwaltung begeben. Man war sich einig, dass die Realisierung einer neuen Flutlichtanlage schnellstmöglich erfolgen soll, berichtet Jürgen Peters. Das bestätigt auch Hubertus Schulz aus dem Fachbereich Bauwesen der Stadt Lübben. „Jetzt muss aber auch der politische Wille dahinter stehen“, sagt Schulz. Sprich: Erst muss ein Fachplaner Umsetzung und Kosten ausarbeiten, und dann müssen Hauptausschuss und Stadtverordnetenversammlung einer etwaigen Vorlage zustimmen. Wie schnell der Sportplatz an der Berliner Chaussee von neuen Flutlichtmasten erhellt wird, ist derzeit also noch nicht absehbar. „Wir als Vereine“, sagt Jürgen Peters, „hoffen auf jeden Fall, dass noch vor den Kommunalwahlen im Mai dieses Jahres eine positive Entscheidung getroffen wird.“

Eine Rolle gespielt hat das Thema auch beim Hauptausschuss der Stadtverordneten am Montagabend – doch die Lösung bleibt vorerst noch im Dämmerlicht. Petra Streiber, zu deren Fachbereich Ordnung, Bildung und Soziales das Thema gehört, fasste das Ergebnis aus den Gesprächen im Januar zusammen. Verständigt habe man sich darauf, die Flutlichtanlage auf dem Sportplatz an der Berliner Chaussee zu erneuern mit einer optionalen Erweiterung auf das Kleinfeld. Diskutiert worden sei bei dem Treffen ebenso ein Antrag auf einen Kunstrasenplatz, der etwa ein Jahr zurückliege. Signal der Vereine sei gewesen, dass man weiterhin gerne auf Naturrasen spielen würde und den Kunstrasen eher perspektivisch zu Trainingszwecken auf dem Kleinfeld sehen würde. Vor allem in den Wintermonaten sei das eine sinnvole Ergänzung. „Priorität hat aber die Flutlichtanlage“, betont Peters.

Die Kosten für eine solche Flutlichtanlage bezifferte Petra Streiber auf 80 000 bis 100 000 Euro. Ihre Frage an die Abgeordneten war, ob die Verwaltung im nächsten Schritt eine Fachplanung für die Erneuerung der Anlage beauftragen soll, die dann zur Haushaltsplanung für das Jahr 2020 vorgelegt werden könnte, oder ob die Vereine zunächst nochmals eingeladen werden sollten. Während Benjamin Kaiser (CDU/Grüne) dies für „entbehrlich“ hielt, würde es Jens Richter (CDU/Grüne) als Bildungsausschussvorsitzender „begrüßen“, wenn die Vereine in dieses Gremium eingeladen würden. Für ihn ist Reden gewissermaßen Pflicht – beziehungsweise Licht.

Auf RUNDSCHAU-Nachfrage sagte Richter, dass dieser Termin noch vor der Kommunalwahl stattfinden soll, „um einen gemeinsamen Weg abzustimmen“. Danach könnte die Fachplanung beauftragt werden. Ebenso wie Wolfram Beck (Pro Lübben) hätte er gerne ein Protokoll der gemeinsamen Runde vom Januar. Das will Petra Streiber nun verschicken – und damit sowie mit der gemeinsamen Runde noch vor dem Wahltermin im Mai den künftigen Weg ein Stück weiter ausleuchten.