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Rebroff-Rose ist vor zehn Jahren gepflanzt worden

Ivan Rebroff setzte am 4. Dezember 2006 eine Rose in den Boden, assistiert von Ferdinand Muschick und Pfarrer Olaf Beier.
Ivan Rebroff setzte am 4. Dezember 2006 eine Rose in den Boden, assistiert von Ferdinand Muschick und Pfarrer Olaf Beier. FOTO: M. Brunkhorst
Lübben. Ferdinand Muschicks Roseninsel ist über die Jahre zu einem Treffpunkt der Prominenten geworden – auch wenn sie nicht zum gleichen Zeitpunkt in Lübben waren. Vor zehn Jahren pflanzte der Sänger Ivan Rebroff (1931 bis 2008) seine Rose. Ingrid Hoberg

Die Rebroff-Rose gehört zu den Stöcken, die Ferdinand Muschick bei keinem Rundgang mit Gästen über die Liebesinsel vergisst. Über die Jahre ist das fruchtbare Landstück mitten im Spreewald und mitten in der Stadt Lübben zu einem Ort geworden, der über die Region, über das Land hinaus bekannt geworden ist. Da gibt es die Leichhardt-Rose, die der australische Botschafter Peter Tesch pflanzte, auch eine Ludwig-Güttler-Rose und eine Rose von Olympiasiegerin Karin Janz ist zu finden. Rund 70 Rosen sind im Laufe der Jahre gepflanzt und gehegt worden.

"Mancher will es gar nicht glauben, dass diese prominenten Leute alle hier waren", sagt Ferdinand Muschick, der vor rund 15 Jahren die Idee hatte und immer wieder das Organisationstalent aufbringt, um namhafte Künstler, Wissenschaftler und Politiker zu überzeugen, dass sie zu Handschuh und Spaten greifen und selbst gärtnern.

Denn da kommt keiner drum herum: Jeder Prominente pflanzt seine Rose selbst und gibt ihr auch einen Namen. So gibt es die Fiona-Rose, die Sängerin Veronika Fischer nach ihrer Enkelin benannte. Siegmund Jähn, der erste Deutsche im Weltall, nannte die Rose nach seiner Mutter Dora.

Wer nun denkt, die Pflanzaktionen sind abgeschlossen, der hat vielleicht für dieses Jahr recht. Doch Ferdinand Muschick pflegt viele Kontakte - und daraus können wieder Rosen sprießen. Unterstützt wird er dabei von vielen Seiten - von den Lübbener Jagdhornbläsern bis zu Taubenzüchtern und Spreewaldfrauen. Dokumentiert sind die Pflanzaktionen in vielen Fotoalben mit signierten Bildern.