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Rassegeflügel
Jürgen Schmidt gewinnt mit seiner Mittelhäuser Taube

Streicheleinheit von Yannes Fenske (li.) für die Taube von Manfred Kalz. Hans-Jürgen Schmidt (re.) schaut gemeinsam mit Rene Fenske 2.v.re.) zu. Er hat die beste Taube der Schau präsentiert.
Streicheleinheit von Yannes Fenske (li.) für die Taube von Manfred Kalz. Hans-Jürgen Schmidt (re.) schaut gemeinsam mit Rene Fenske 2.v.re.) zu. Er hat die beste Taube der Schau präsentiert. FOTO: Staindl / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Lübben. Lübbener Rassegeflügelzuchtverein richtet Schau aus. Von Andreas Staindl

() Die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtverein Lübben und Umgebung verstehen ihr Handwerk. Sie haben Rassegeflügel in bester Qualität während ihrer Vereinsschau am Wochenende in Lübben ausgestellt. „Die hier präsentierten Tiere sind von hoher Qualität“, sagt der Ausstellungsleiter Manfred Kalz. „Unsere Züchter brauchen sich mit ihrem Rassegeflügel auch bundesweit nicht zu verstecken. Sie gehören auf überregionalen Schauen zu den Besten, können auch dort Preise gewinnen.“

Hans-Jürgen Schmidt ist einer der erfahrenen Züchter. Der Lübbener war auch am Wochenende erfolgreich. Er gewann mit seiner Mittelhäuser Taube weiß den Landesverbandsehrenpreis - die höchste Auszeichnung der Schau. Seit 1978 stellt Hans-Jürgen Schmidt aus. „Noch nie hatte ich die beste Taube.“

Eine hohe Bewertung weckt das Interesse anderer Züchter. Sie wollen gutes Zuchtmaterial kaufen. Das allein sichert jedoch noch keinen Erfolg. „Es sind viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung nötig, um Tiere in hoher Qualität zu züchten“, sagt Manfred Kalz. „Es dauert Jahre, bevor man sein Rassegeflügel erfolgreich präsentieren kann.“ Die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Lübben und Umgebung haben schon viele Jahre Zuchterfahrung; sie sind schon älter. Nachwuchs findet kaum noch den Weg in den Verein, wie der Vorsitzende Karl Richter bedauert. Am Wochenende hatten nur 18 Züchter, und damit drei weniger als 2016, ausgestellt, darunter fünf aus dem benachbarten Verein in Neu Zauche (Lieberose/Oberspreewald).

Die 160 gezeigten Tiere waren 40 weniger als im vorigen Jahr. Der Verein will gegensteuern und verhindern, dass Schauen noch kleiner werden. Manfred Kalz hält ein Zusammengehen mit den Rassekaninchenzüchtern in Lübben für denkbar: „Vereine in den alten Bundesländern sind diesen Weg schon gegangen. Geflügel und Kaninchen gemeinsam ausstellen, das wäre für Besucher attraktiv, würde die Vereinsmitglieder bei Vorbereitung und Durchführung entlasten.“ An den natürlichen Bedingungen für die Züchter würde sich allerdings nichts ändern.

„Wegen der warmen Witterung mausern die Vögel noch“, erklärt Hans-Jürgen Schmidt. „Ihr Federkleid ist noch nicht vollständig entwickelt.“ Umso höher sind die guten Bewertungen der Ausstellung einzuschätzen. Etwa vier Minuten Zeit haben die Preisrichter, um ein Tier zu bewerten. Farbe, Form, Federn - alles kommt auf den Prüfstand. Die besten Züchter werden mit Preisen belohnt.

Neben dem Landesverbandsehrenpreis wurden drei Kreisverbandsehrenpreise vergeben. Auch hier war Hans-Jürgen Schmidt mit seinen Tauben erfolgreich - diesmal mit den Coburger Lerchen. Die beiden anderen Kreisverbandsehrenpreise gingen an Klaus Altkrüger (Zwerghühner) und Burghard Wotzka (große Hühner). Manfred Kalz (Strasser Tauben) sicherte sich den Preis des Lübbener Bürgermeisters Lars Kolan (SPD). Karl Richter erhielt für seine Zwerghühner den Ehrenpreis der Landtagsabgeordneten Sylvia Lehmann (SPD). Zudem wurden drei Wanderpokale verliehen: Hans-Jürgen Schmidt (Tauben), Karl Richter (Zwerghühner) und Burghard Wotzka (große Hühner).