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| 16:01 Uhr

Schlechter Zustand
Radweg an der B 115 bleibt Thema

Einen eigenen Geh- und Radweg statt der unebenen Gehwegplatten als Übergangslösung errichten oder auf den Straßenausbau der B115 warten? Von grundsätzlichen Informationen zu dieser Frage hängt viel ab. Nachdem der Landesbetrieb Straßenwesen nicht zu den Fachausschüssen kommt, informiert möglicherweise die Verwaltung die Abgeordneten über die Pläne. Die Diskussion hatte im Spätsommer die Fraktion Pro Lübben angestoßen.
Einen eigenen Geh- und Radweg statt der unebenen Gehwegplatten als Übergangslösung errichten oder auf den Straßenausbau der B115 warten? Von grundsätzlichen Informationen zu dieser Frage hängt viel ab. Nachdem der Landesbetrieb Straßenwesen nicht zu den Fachausschüssen kommt, informiert möglicherweise die Verwaltung die Abgeordneten über die Pläne. Die Diskussion hatte im Spätsommer die Fraktion Pro Lübben angestoßen. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Landesbetrieb Straßenwesen hat Teilnahme am Bauausschuss aber abgesagt. Von Ingvil Schirling

Es wird wohl nichts aus der Vorstellung der Pläne für den Ausbau der B 115, zumindest von Seiten des Landesbetriebs Straßenwesen. Denn dieser hat die Teilnahme an den Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung, die sich ab 12. November mit dem Thema beschäftigen wollten, abgesagt. Darüber informiert die Stadtverwaltung Lübben auf LR-Nachfrage.

Doch das Thema ist nicht vom Tisch. Am Montag soll entschieden werden, ob die Verwaltung die Abgeordneten darüber informiert, was ihr zu den Plänen bekannt ist. Die Informationen sind wichtig, weil sie Grundlage für die Diskussion um einen straßenbegleitenden Geh- und Radweg sind. Diesen hatte die Fraktion Pro Lübben in den Spätsommer- und Frühherbst-Sitzungen der Gremien nachdrücklich gefordert. Zuletzt wurde die entsprechende Vorlage allerdings auf die Sitzungen im November vertagt, denn für diesen Zeitraum waren nähere Informationen zum Ausbau der Bundesstraße angekündigt worden.

Diesen Ausbau muss die Stadt nicht bezahlen, weil die B 115 eine Bundesstraße ist. Kümmert sie sich allerdings unabhängig davon selbst um die Herstellung eines ordentlichen, durchgängigen Geh- und Radwegs, muss sie diese Investition nicht nur aus eigener Tasche finanzieren, sondern auch wieder abreißen, wenn im Zuge des Bundesstraßenausbaus nach den dann erforderlichen Kriterien auch der Geh- und Radweg hergestellt wird.

Allein in einem Teilabschnitt wären das um die 200 000 Euro, die die Stadt nie wiedersehen würde. Daher stellte Pro Lübben ihre Forderung in die Warteschleife. Der Landesbetrieb hatte den Ausbau der B 115 für 2023 angekündigt und nähere Informationen für November in Aussicht gestellt.

„Wir benötigen diese Daten, um nicht Geld in den Sand zu setzen“, sagt Frank Selbitz als Fraktionsvorsitzender. „Doch haltbar ist der Zustand der Geh- und Radwege bis dato nicht mehr. Also sollte das Ziel sein, den Bauzeitraum zeitnah zu vereinbaren.“ Das dürfte in Abwesenheit des Landesbetriebs schwierig sein. Doch auch die Verwaltungsinformationen könnten die Diskussion weiterbringen.