Daran beteiligten sich Patienten, Therapeuten und Jugendliche aus dem Publikum, die unmittelbar vor dem Auftritt noch rekrutiert wurden. Überraschend war der Auftritt vor allem für die Organisatoren, wie Renate Zaddach, Leiterin des Pflege- und Erziehungsdienstes und eine der Organisatoren des Festes, einräumte. Auf dem Programmablaufplan habe es nicht gestanden.
Das selbst geschriebene Stück um „Raub und Errettung der holdseligen Königstochter Kunigunde“ war dann aber doch ein wenig der nicht geplante Mittelpunkt des Sommerfestes. In mehreren Aufzügen wurde die Geschichte von einer sehr, sehr jungen „Märchenoma“ vorgetragen und von den Akteuren auf der Bühne pantomimisch abgearbeitet. Das ging von der sich „an der Deutschen Eiche reibenden Wildsau“ über die sich in den Armen liegenden verschiedenen Paare, den „schwertlich“ mit dem Räuber kämpfenden Ritter und den sich mit der Königstochter über der Schulter abschleppenden Räuber bis hin zum Mond, der mal mit fröhlichem, mal mit säuerlichem Gesicht „aufging“ .
Rund um das Theaterstück zu Kaffee und Kuchen hatten die Organisatoren und vielen Helfer der Station für Kinder- und Jugendpsychiatrie ein buntes Programm gestrickt. Es konnte auf dem Rücken der Pferde ein Rundgang unternommen werden. Aufbewahrungskisten mit Deckeln und Schlösser wurden zusammengenagelt, „Sorgenpuppen“ aus Wolle erstellt, Gipsfiguren bemalt, ein Parcours zurückgelegt. Super-Mario hatte für einen Clown Henry gesorgt und für die Hüpfburgen.
Die Beschäftigungstherapeuten hatten Einladungsplakate gestaltet und die in der Stadt aufgehängt (auch wenn die Beteiligung von jungen Lübbenern beim Fest nicht sehr groß war). Lübbener Firmen hatten das inzwischen dritte Sommerfest unterstützt.
Bis in die Abendstunden konnten es die großen und kleinen Besucher aushalten. Dann wurde die Veranstaltung mit dem Abendessen am Grill, Tanzanimationen und einer Disko abgeschlossen. (km)