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| 01:06 Uhr

Praller Terminkalender in Lübben

„Es war eine gute Saison“ , sagt Jürgen Höhn. Der Chef der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH Lübben (TKS) sieht 2005 „im Wesentlichen positiv“ . Neben bewährten seien neue Wege beschritten worden wie mit der Aquamediale. Das soll auch dieses Jahr so sein, kündigt der TKS-Chef ein vielseitiges Programm an. Von Dörte Hellwig

1,8 Prozent mehr Gäste hat es im vergangenen Jahr nach Lübben und Umgebung gezogen, informiert Höhn. Im Durchschnitt seien sie 4,3 Tage geblieben, so dass das Niveau der Verweildauer gehalten wurde. Ein Grund dafür sei, „dass das Spreewaldfest mehr als im Jahr vorher Besucher angelockt hat“ , schätzt Höhn ein.
Auf gute Resonanz sind der erste Pankratius-Markt in Steinkirchen gestoßen - „Es gibt Überlegungen, wiedere etwas Ähnliches zu veranstalten.“ - sowie die Osterveranstaltung in der Schlossinsel, die es in diesem Jahr am 15. und 16. April geben wird. Zu den Erfolgen rechnet Höhn ebenso das gemeinsame Fest der TSG und des Schützenvereins Lübben sowie zwei Kahnnächte. Bei der dritten „ist der Titel ,Wasserwelten' von Petrus zu wörtlich genommen worden“ , erinnert Höhn augenzwinkernd daran, dass sie im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser fiel. „Es war die richtige Entscheidung, dass die Leute ihr Eintrittsgeld zurückbekommen haben.“ Den Verlust hatte die Stadt mit einem zusätzlichen Zuschuss an die TKS ausgeglichen. „Ohne diesen hätten wir es nicht geschafft, dass wir finanziell das Jahr 2005 mit Plus-Minus-Null abgeschlossen haben.“
Der Kunstmarkt des Museums in der Adventszeit hat sich nach Höhns Einschätzung „als feste Größe etabliert“ . Mit der Aquamediale sei ein neuer, interessanter Weg beschritten worden, der in diesem Jahr unter dem Titel „Durst“ fortgesetzt wird. Die Vernissage findet am 17. Juni statt. Es gebe Gespräche mit den Veranstaltern des Rohkunstbaus in Groß Leuthen, dieses Festival zeitgenössischer Kunst „mit der Aquamediale zusmmenzuführen - zumindest was gegenseitige Bewerbung betrifft“ . Mehr als bei der Aquamediale-Premiere im vergangenen Jahr soll die Neue Bühne Senftenberg einbezogen werden. Trug ihr Ensemble im vorigen Sommer zum Gelingen der Aquamediale-Eröffnung bei, seien mit ihr für die zweite Kunstschau am und im Wasser drei bis vier Veranstaltungen vorgesehen.

Feste Größen im Programm
Überhaupt sei Theater aus dem Lübbener Veranstaltungsprogramm „nicht mehr wegzudenken“ , sagt Höhn und verweist mit Blick auf den Plan 2006 unter anderem auf die Theatertage im Ehrenhof und die Spielplanpräsentation des Staats theaters Cottbus auf der Schlossinsel am 3. September.
Feste Größen im Kalender sind der Inselmusiksommer am 3. Juni, die Kahnnächte am 24. Juni, 22. Juli und 19. August sowie die Open-air-Aufführung der Oper „Aida“ am 6. August. Während die Spreewaldmesse am 20. und 21. Mai im Zeichen der 20-jährigen Städtepartnerschaft mit Neunkirchen stehen soll, steht das Spreewaldfest am dritten Septemberwochenende in dem des Landesschützentags.
Einbinden möchte die TKS in ihre Arbeit künftig die vom Lübbener Sportclub errichtete Sport- und Freizeitanlage in der Majoransheide. „Wir freuen uns über diese Initiative“ , sagt Höhn. Was Sportangebote betrifft, stellt Höhn beim Ausblick auf 2006 den Spreewald-Marathon in den Mittelpunkt. „Es ist uns gelungen, den Radsportteil komplett nach Lübben zu holen.“ Lübben werde am 22. April Start und Ziel für die Sportler sein, die als Pedalritter Strecken von 20 bis 200 Kilometer bewältigen. Als Unterstützung habe sich die TKS den Landkreis Dahme-Spreewald und Lübbener Vereine ins Boot geholt. Mit den Vereinen sei zudem eine Premiere geplant: Kahnstechen. Dieser sportliche Wettstreit, der auf einer Idee von Bork Lange basiere, soll am 30. April zu erleben sein.

Schwieriger Wintertourismus
Unter dem Dach der TKS arbeiten auch die Stadtbibliothek sowie das Museum. Erstere habe sich gut entwickelt, sagt Höhn. Die seit September geltenden höheren Gebühren hätten sich nicht negativ ausgewirkt.
Er und seine Mitarbeiter hätten sich mit dem Marketingbeirat und dem Fremdenverkehrsverband Lübben für dieses Jahr auf die Fahnen geschrieben, den Spreewald-Kultursommer weiterzuentwickeln und an attraktiveren Kahnfahrrouten zu arbeiten. Den Lübbener Wintertourismus anzukurbeln, „ist wesentlich schwieriger, wir sind da noch ganz am Anfang“ . Ein erstes gemeinsames Marketingprodukt von Lübben, Lübbenau und Burg ist ein Faltblatt mit dem Titel „Sinnliche Spreewaldnächte“ . Mit ihm wird für die „Sagenhafte Nacht“ am 3. und 4. Juni in Burg geworben, die drei Lübbener Kahnnächte sowie die Spreewälder Lichtnächte am 11. und 12. August in Lübbenau. Das zweite gemeinsame Produkt werde ein Heft mit Veranstaltungs- und anderen Angeboten im Spreewald sein, dass in Burg und Lübben diejenigen, die Kurtaxe bezahlen, kostenfrei erhalten und das in Lübbenau verkauft werden soll, kündigt Höhn an.