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Post aus längst vergangener Zeit

Renate Ode aus Berlin hat beim Waleien zur Saisoneröffnung in Lübben ein gutes Händchen gehabt. Mit sieben bunt gefärbten Eiern ist sie in diesem Jahr nach Hause gefahren. Das ist ein Spitzen-Ergebnis "Mit meinem Mann komme ich jedes Jahr zur Saisoneröffnung. Doch so viel Glück hatte ich noch nie", sagt die Berlinerin. Seit 20 Jahren veranstaltet die Kita Spreewald das Ostereierrollen, unterstützt von der Lübbener Feuerwehr, die den Sandhügel baut.
Renate Ode aus Berlin hat beim Waleien zur Saisoneröffnung in Lübben ein gutes Händchen gehabt. Mit sieben bunt gefärbten Eiern ist sie in diesem Jahr nach Hause gefahren. Das ist ein Spitzen-Ergebnis "Mit meinem Mann komme ich jedes Jahr zur Saisoneröffnung. Doch so viel Glück hatte ich noch nie", sagt die Berlinerin. Seit 20 Jahren veranstaltet die Kita Spreewald das Ostereierrollen, unterstützt von der Lübbener Feuerwehr, die den Sandhügel baut. FOTO: I. Hoberg
Auf "Flaschenpost" aus der Vergangenheit gestoßen sind Bauleute aus Langengrassau während der Sanierungsarbeiten am Schwimmerbecken im Dahmer Freibad. Wie Polier Manfred Becker vom Unternehmen TLW erzählte, entdeckten sie die Flasche beim Entfernen der alten Beckenumrandung. be pm/jg KaWe is

Sie war dort an einer Ecke einbetoniert gewesen. Sie enthielt Dokumente und alte Fotos zu der beliebten Dahmer Freizeiteinrichtung. Das Bad wurde im Jahr 1925 gebaut und in den 1960er Jahren erstmals von Grundauf instand gesetzt.

In Calau haben am Freitag Stadtverordnetenvorsteher Michael Petras, Stadtverordneter Peter Schollbach, der stellvertretende Bürgermeister Frank Böttner, der Vorsitzende vom Calauer Heimatverein Hans-Jürgen Hanisch und weitere Mitglieder des Calauer Heimatvereins des Schauspielers Joachim Gottschalk gedacht. Anlass war der 111. Geburtstag des Calauers am 10. April. Gottschalk wurde mit einer Schweigeminute an der Gedenkstätte an seinem ehemaligen Wohnhaus geehrt. Er zählte in den in den 1930er Jahren zu den bekanntesten Schauspielern Deutschlands. Am 6. November 1941 wählte die Familie den Freitod, da die Ehe mit seiner jüdischen Ehefrau Meta von den Nationalsozialisten nicht geduldet wurde. Der Geschäftsführer des Heimatvereins Matthias Nerenz stellte erstmals Roll-Ups zum Leben und Schicksal sowie der Filmografie Joachim Gottschalks vor. Diese werden zukünftig bei Ausstellungen im Calauer Heimatmuseum oder auch zum Museumstag am 17. Mai präsentiert.

Der Ockerschlamm, der tonnenweise aus den Lausitzer Böden ausblutet und die Fließgewässer braun färbt und verstopft, soll zwar harmlos sein - sieht aber wahrlich unschön aus. Die Sorge um den Schmutz in der heimischen Natur ist auch im jüngsten Arbeitskreis Lauchhammer/Tröbitz-Domsdorf des Braunkohleausschusses thematisiert worden. Doch so schnell, wie nachvollziehbar wünschenswert, werden das Land Brandenburg und die Bergbausanierer den Eisenhydroxidschlamm nicht los. Klaus-Otto Weymanns, der zuständige Referatsleiter der gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg in Cottbus, hat sich in einer plausiblen Antwort auf diese Geduldsfrage geübt. "Die Untersuchungen laufen. Denn das Problem muss ja auch finanziell beherrschbar bleiben", sagt er. "Und es ist ja nicht so, dass da täglich nur eine Handtasche voll anfällt", ergänzt er. Dazu bleibt anzumerken: Die Dimension dessen, was Frau in ihrer Handtasche unterzubringen imstande ist, unterschätzt der Mann zwar völlig. Aber mehr als das halbe Leben, das sie mit sich rumschleppt, passt wirklich nicht rein.

Das Erbe von Jahrhunderten braucht Platz und Zeit, die die Lausitz nicht unendlich lange hat.

Auf eine ganz besondere Lesung mit Witz und Verstand dürfen sich die Dahme-Spreewälder jetzt schon freuen. Raúl Aguayo-Krauthausen stellt in Königs Wusterhausen das "Leben aus der Rollstuhlperspektive" vor. Er wird aus seinem Buch "Dachdecker wollt' ich eh nicht werden" lesen anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai. Raúl Aguayo-Krauthausen, der aufgrund seiner Glasknochen im Rollstuhl sitzt und kleinwüchsig ist, weiß, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, mit Behinderten unverkrampft umzugehen. Die Antwort: Begegnungen ermöglichen, sich näher kennenlernen, miteinander statt übereinander reden. Das ist auch das Ziel des diesjährigen Aktionstages. Raúl Aguayo-Krauthausen sieht seine Behinderung als eine Eigenschaft von vielen. Er beschreibt mit Witz und Sachkenntnis, wie sein Alltag wirklich ist und wie ein Miteinander aussehen kann. Die Lesung beginnt am Donnerstag, 7. Mai 2015 ab 15 Uhr im Saal des Rathauses Königs Wusterhausen, Schloßstraße 3. Anmeldung an antje.pretky@dahme-spreewald.de.