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Posaunenchor hat zum Mitsingen eingeladen

Der Posaunenchor der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Lübben hatte am Samstagabend zu einem Konzert in die Paul-Gerhardt-Kirche eingeladen.
Der Posaunenchor der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Lübben hatte am Samstagabend zu einem Konzert in die Paul-Gerhardt-Kirche eingeladen. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Lübben. Der Posaunenchor der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Lübben hatte zu einem festlichen Konzert eingeladen. Zahlreiche Besucher sind am früheren Samstagabend in die Paul-Gerhardt-Kirche in Lübben gekommen. Sie haben nicht nur den Chor spielen gehört, sondern mit ihm gesungen. Andreas Staindl / asd1

Die Vorfreude war groß. Bei den Besuchern ebenso wie bei den Musikern. Seit Monaten hatten sich die Bläser auf das Konzert in der Paul-Gerhardt-Kirche vorbereitet, für einige Stücke sogar seit einem dreiviertel Jahr geübt, wie Kantor Johannes Leonardy sagt.

Christliche Musik gespielt

Der Kantor der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde leitet den Posaunenchor. Er freute sich, dass so viele Besucher den Chor hören wollten. Zahlreiche Plätze auf den Kirchenbänken waren besetzt.

Der Posaunenchor hatte alte und neue Kirchenlieder im Programm, auch Volkslieder. Sogar Marschmusik war zu hören - ein Marsch aus Böhmen. Zum Auftakt des Konzerts spielten die Bläser eine festliche Intrade - ein musikalisches Eröffnungsstück. Während im ersten Teil des Konzerts christliches Liedgut präsentiert wurde, erklangen in der zweiten Konzerthälfte Volkslieder. Eine Mischung, die Spaß machte und Freude bereitete, die aber auch zeigt, welches umfangreiches Repertoire der Posaunenchor beherrscht.

Seit 61 Jahren gibt es jetzt den Bläserchor. Mitglieder der Anfangszeit sind noch immer dabei. Der Posaunenchor spielt heute anspruchsvolle Kompositionen. Einige davon waren am Samstagabend zu hören. Die Zuhörer durften etwa in die Suite von Georg Friedrich Händel eintauchen.

Texte auf Programmzettel

Sie waren aber auch eingeladen, selbst aktiv zu werden und mitzusingen. Nach jedem Block gab es die Gelegenheit dazu - insgesamt fünf Mal. Die Texte waren auf die Programmzettel gedruckt, einige stehen auch im evangelischen Gesangsbuch. Ein Mitsingen war also problemlos möglich, und wurde auch gemacht. Ein großer Chor, unterstützt von fast 20 Bläsern - das hat etwas, machte allen Beteiligten offensichtlich Freude.

Da war fast zu erahnen, dass mit dem letzten Lied auf dem Programmzettel nicht Schluss sein wird. Schon nach dem Marsch aus Böhmen gegen Ende des Programms hatte das Publikum erstmals klatschend mitgeteilt, dass es vom Konzert begeistert ist.

Zugabe erwünscht

Ein Lied später wurde der Applaus noch stärker. Für Johannes Leonardy ein Zeichen, "dass eine Zugabe gewünscht ist". Der Kantor hatte dafür eines der schönsten Glaubenslieder ausgewählt: "Du meine Seele singe" von Paul-Gerhardt-der musikalische Schlusspunkt unter ein einstündiges Konzert, für das kein Eintritt nötig war. "Die Spenden am Ausgang sind für die weitere Arbeit des Posaunenchors bestimmt", sagte der Kantor.