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Polizei ermittelt nach Flugplatzblockade in Groß Leuthen

Die Polizei ist am Dienstag nach Groß Leuthen gerufen worden, als Probeflüge mit einem Kleinflugzeug stattfanden und die Piste blockiert war. Jetzt ermittelt die Polizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
Die Polizei ist am Dienstag nach Groß Leuthen gerufen worden, als Probeflüge mit einem Kleinflugzeug stattfanden und die Piste blockiert war. Jetzt ermittelt die Polizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. FOTO: R. D. Schulz
Groß Leuthen. Gegner eines geplanten Privat-Flugplatzes in Groß Leuthen (Dahme-Spreewald) und Naturschützer hatten am Dienstag die Landebahn mit einem Traktor und einem Geländewagen blockiert. Jetzt ermittelt die Polizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. dpa/lsc

Bereits nach dem Vorfall hatte die Polizei angekündigt, ein mögliches Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr zu prüfen. Jetzt wurden Ermittlungen aufgenommen.

Zu den Gründen für die Blockade des Flugplatzes sagte Reinhard D. Schulz aus Bückchen, der gegen die Probeflüge protestiert hat: "Trotz Kenntnis eines aktuell brütenden Fischadlerpaares."

Die Piste hatte der Betriebsleiter der Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld, Elmar Kleinert, beantragt. Er will die Landebahn gemeinsam mit einem befreundeten Hobbyflieger nutzen. In der Gemeinde Märkische Heide gibt es dagegen allerdings Vorbehalte.

Nach Angaben der Gemeinde wurde die Piste am Dienstag von der Polizei geräumt, so dass der Probeflug einer kleinen Privatmaschine mit den geplanten Lärmmessungen trotzdem stattfinden konnte. Einen ersten Probeflug hatte es bereits am 5. März gegeben - dazu hatte die Stadt auch Anwohner eingeladen, damit sie sich selbst einen Eindruck von dem Lärm machen konnten. Der Gemeinde zufolge läuft das Genehmigungsverfahren nun normal weiter.