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Pocahontas war die Schnellste

Das Frauen-Team der "Spree Pocahontas" (vorn) setzte sich im Ladies-Cup durch. Bei den Mix-Mannschaften gewann die "Rudeloffensive". 13 Teams haben sich am sechsten Kahnstechen am Wochenende in Lübben beteiligt.
Das Frauen-Team der "Spree Pocahontas" (vorn) setzte sich im Ladies-Cup durch. Bei den Mix-Mannschaften gewann die "Rudeloffensive". 13 Teams haben sich am sechsten Kahnstechen am Wochenende in Lübben beteiligt. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Lübben. Das Spreewälder Kahnstechen war der erwartete Höhepunkt am Wochenende in Lübben. Die sechste Auflage lockte erneut zahlreiche Gäste an die Spreelagune. Andreas Staindl / asd1

Es gab packenden Sport, beste Unterhaltung und viel gute Laune. Zudem sorgte das Entenrennen für Spannung.

Während die Renndauer der gelben Quietsch-Enten überschaubar war, kämpften die Mannschaften in den Kähnen stundenlang um den Sieg. Zahlreiche Läufe waren nötig, bis die Sieger und Platzierten feststanden. Die "Rudeloffensive" wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Das gemischte Team um Kapitän Christopher Moll verteidigte seinen Titel aus dem vergangenen Jahr. Vielleicht lag es ja an ihrem Schlachtruf "Explosive, massive Rudeloffensive", den sie gnadenlos umsetzten. Schon im Vorlauf ließen sie den Gegner um Längen hinter sich. Die Titelverteidiger setzten sich vor den "Spreewald Wikingern" um Sebastian Rieger und den "Spreewald Seniors" mit Teamkapitän Martin Hoffmann durch.

Zehn Mix-Mannschaften hatten sich insgesamt beteiligt. Zudem stellten sich drei reine Frauen-Mannschaften der Herausforderung. Die "Spree Pocahontas" um Karoline Wolf paddelten am schnellsten und fuhren den Sieg im Ladies-Cup ein. Platz zwei ging an die "Spreewaldpuppen" mit Annett Bischoff, der dritte Rang an die "M&Ms" um die Teamkapitänin Caroline Kurrar.

Die "M&Ms" nahmen dennoch eine Siegertrophäe mit nach Hause. Das Damen-Team gewann den Kreativpreis für das schrillste Kostüm und den ausgefallensten Auftritt.

Das Spreewälder Kahnstechen machte auch viele Urlauber neugierig. "Wir machen Urlaub im Spreewald und hatten von der Veranstaltung gehört", sagt der Sachse Tim Wiesner. "Ich bin begeistert. Die Stimmung ist super. Es macht Spaß, zuzuschauen."

Von der Brücke zwischen der Schlossinsel und der Spreelagune aus konnten die Besucher die Rennen fast in Reichweite verfolgen. Die jeweils aktuellen Kontrahenten paddelten direkt auf die Zuschauer zu und unter der Brücke hindurch. Wenige Meter dahinter war das Ziel. Es gab klare, aber auch sehr knappe Rennen. Gekämpft haben alle Teilnehmer.

Neben dem Kahnstechen gab es in diesem Jahr noch einen weiteren Wettbewerb. Das Lübbener Entenrennen wurde zum zweiten Mal ausgetragen. Der Lions-Club Lübben und der Förderverein des Clubs hatten erneut dazu eingeladen. Das Entenrennen dient einem guten Zweck. Der Reinerlös aus dem Verkauf der Quietsch-Enten geht an soziale Projekte und kommt Kindern zugute. Mehr als 5000 Euro kamen dabei zusammen.

Mit dem Geld werden die Theaterloge in Luckau, die Jugendfeuerwehr in Radensdorf sowie Projekte in Kindertagesstätten der Region unterstützt. Etwa tausend Enten wurden verkauft. "Wir sind sehr dankbar, dass die Bürger unsere Idee so gut unterstützen", sagt Gunda Grünewald, seit Juni Präsidentin der Lübbener Lions.

Das Rennen wurde von zahlreichen Schaulustigen verfolgt. Die Freiwillige Feuerwehr Radensdorf hatte die Wettkampfstrecke in der Spreelagune hergerichtet und für die notwendige Strömung im Wasser gesorgt. Etwa 20 Minuten benötigten die gelben Enten vom Start bis ins Ziel. Während sich zunächst eine Spitzengruppe abgesetzt hatte, schwamm das Feld kurz vor der Ziellinie wieder dicht zusammen.

Weit über hundert Quietsch-Enten bescherten ihren Besitzern einen Preis. Die Gewinnliste ist auf der Internetseite der Lübbener Lions unter www.lions-luebben.de veröffentlicht. Preise können bei der Tourist-Information auf der Schlossinsel abgeholt werden.

"Wir haben nichts gewonnen", erklärt Markus Schmidt seinem Sohn. Und als der Junge etwas traurig guckt, schiebt der Vater aus Sachsen-Anhalt nach: "Mit dem Geld vom Kauf unserer Enten können zumindest andere Kinder glücklich gemacht werden. Das ist doch auch schön."

Zudem sorgte ein attraktives Rahmenprogramm für Abwechslung und Unterhaltung. Für die kleinen Besucher gab es ein Kinderparadies mit Basteln, Hüpfen, Schminken und mehr, für die größeren Gäste die Möglichkeit, Beach-Volleyball zu spielen. Mit einer Beach Party wurde bis weit in die Nacht hinein gefeiert.