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| 01:10 Uhr

Pfarrerin verlässt Fürstlich Drehna

Fürstlich Drehna.. Almut Leschke wird Fürstlich Drehna verlassen. Nach einem Vierteljahrhundert wechselt sie das Pfarrsprengel und will einen Neuanfang in Papitz wagen. 1980 waren die Leschkes nach Fürstlich Drehna gekommen. Gabriele Bernhardt

„Mein Mann hatte eine ganze, ich eine halbe Pfarrstelle erhalten“ , erklärt Almut Leschke. Eine schöne Zeit sei es gewesen, die selbstverständlich neben Höhen auch Tiefen hatte. Für knapp 600 Gläubige in Babben, Gahro, Drehna, Crinitz und Weißack ist Almut Leschke die ganzen Jahre über Ansprechpartnerin und Seelsorgerin gewesen. „Die Kirchenältesten und auch Vereinsmitglieder haben mir immer zur Seite gestanden“ , sagt sie. „Ich habe sehr viele Freunde gefunden, sonst hätte ich die Zeit hier nicht überstanden.“ Die gebürtige Mecklenburgerin will diese Zeit nicht missen.
Aber nach der Scheidung von ihrem Mann sind auch wirtschaftliche Zwänge der Grund, weshalb sie die Gemeinde verlässt und einen Neuanfang wagt. „Mit einer halben Stelle kann ich nicht das bezahlen, was ich zum Leben brauche“ , erklärt sie. Als Pfarrerin in Papitz hat ihr die Kirchenleitung eine ganze Stelle zugesagt. „So Gott will“ , will sie dort bis zu ihrer Pensionierung bleiben. Etliche Begegnungen mit Kirchengliedern aus der neuen Region hätten ihr Hoffnung gemacht, gut aufgenommen zu werden. „Aber der Abschied von den Menschen hier fällt mir unheimlich schwer“ , gesteht sie ein.
So engagierte sich die Pfarrerin für den Erhalt der Grundschule in Crinitz und für die Sanierung der Kirche in Fürstlich Drehna.
„Wir sind fast so etwas wie eine Gemeinde der Zukunft“ , so Krüger weiter. Die Zeiten, wo jedes Dorf einen Pfarrer und einen Gemeindekirchenrat hatte, seien schon lange vorbei. Krüger steht dem Kirchenrat vor, der Crinitzer, Drehnaer und Babbener vereint. „Auch das ist ein Verdienst von Almut Leschke, die fortgesetzt hat, was Schulz begonnen hatte.“ Die Leute seien mobiler geworden, betont er. Sie fahren eben dorthin, wo die Gottesdienste stattfinden.
Die Pfarrstelle in Drehna wird kaum neu zu besetzen sein, ist auch Krüger überzeugt. Pfarrer Werner Hainsch aus Göllnitz wird nach dem Wechsel von Almut Leschke die Vakanz in Fürstlich Drehna übernehmen. „Wir werden auch bei Pfarrern im Ruhestand nachfragen, ob sie bei uns die Gottesdienste halten oder sie notfalls auch selbst übernehmen müssen“ , erklärt Krüger.