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Reaktion
Pendelzug im Spreewald ist „nur halbherzige Lösung“

Lübben. Rico Kerstan kritisiert den Vorschlag der Landesregierung.

„Die Idee, für Pendler und auch Touristen mit einem zusätzlichen Triebwagen mehr Verbindungen auf der Strecke Lübben – Cottbus zu schaffen, ist grundsätzlich nicht schlecht“, reagiert der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten in Dahme-Spreewald, Rico Kerstan auf den geplanten Pendelzug zwischen zwischen Lübben und Cottbus. Dass die kleinen Bahnhalte Raddusch, Kolkwitz und Kunersdorf damit nicht weiter abgehängt sind, sei ebenfalls begrüßenswert.

Allerdings, so Kerstan weiter, geht dieses zusätzliche Angebot vermutlich deutlich am eigentlichen Bedarf vorbei. Das Gros der Berufspendler und wohl auch der Touristen braucht einen schnellen Anschluss nach Berlin. „Halbherzige Lösungen helfen hier nicht weiter“, so der Kreisvorsitzende. Die Pendlerzüge seien heute schon hoffnungslos überfüllt und mit Blick auf die zunehmende Wohnungsknappheit in Berlin werden die Pendlerzahlen ins Brandenburger Umland weiter steigen.

„Berlin und Brandenburg müssen endlich ihre Anstrengungen verstärken und auf einen zügigen Ausbau der Strecke Berlin – Cottbus mit einem zweiten Gleis hinwirken“, so Rico Kerstan weiter. „Bis dahin bleiben wir bei unserer Forderung, die Züge auf der Strecke mit einem zusätzlichen Wagen auszustatten, um mehr Fahrgäste befördern zu können“, ergänzt er.Der Verweis auf die Jahre 2022 und folgende sei angesichts der überfüllten Züge im Jahr 2018 zynisch. Die FDP erwarte ein schnelleres, pragmatisches und zielgerichteteres Handeln der Infrastrukturministerin.