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| 15:23 Uhr

Paul-Gerhardt-Woche
Gesangstalente präsentieren Paul-Gerhardt-Lieder

Kinder und Jugendliche aus Schulen in Lübben haben sich mit sechs Beiträgen am Liederwettbewerb innerhalb der Paul-Gerhardt-Woche in Lübben beteiligt.
Kinder und Jugendliche aus Schulen in Lübben haben sich mit sechs Beiträgen am Liederwettbewerb innerhalb der Paul-Gerhardt-Woche in Lübben beteiligt. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Beim Liederwettbewerb in Lübben überzeugten junge Sänger die Jury. Im nächsten Jahr soll es wieder einen Sängerwettstreit geben.

Von Andreas Staindl                  

Paul Gerhardt hätte seine Freude daran gehabt. Mädchen und Jungen aus Schulen in Lübben haben sich mit seinen Liedern beschäftigt und einige davon kürzlich vorgetragen. Der Liederwettbewerb fand in diesem Jahr um zweiten Mal statt. Er ist einer der Höhepunkte der Paul-Gerhardt-Woche gewesen. Sechs Beiträge wurden in der Paul-Gerhardt-Kirche präsentiert.

Einen einzelnen Preisträger gab es nicht. Alle Teilnehmer wurden prämiert. Überraschend war das nicht, denn alle Akteure begeisterten das Publikum, vor allem aber die Jury. Dort saßen mit Landessingwartin Cornelia Ewald und Johannes Leonardy, Kantor der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde,  zwei Musikexperten. Ihr Urteil fiel deutlich aus: „Alle Teilnehmer haben tolle Leistungen geboten. Sie sollen unbedingt weiter singen.“

Chöre und Solisten haben sich am Wettbewerb beteiligt. Drei Lieder von Paul Gerhardt sowie ein selbst gewähltes Lied wurden jeweils vorgetragen. Der Chor der Förderschule machte den Anfang. „Ein sehr lebendiger und mutiger Beitrag“, sagte Johannes Leonardy. „Die Textsicherheit sowie die Freundlichkeit“ der Sängerinnen und Sänger lobte er. Auch die Vokalisten der evangelischen Grundschule haben ihn überzeugt: „Ihr habt die hohe Schule des Chorsingens abgeliefert, sogar mehrstimmig gesungen. Das war ein professioneller Beitrag.“

Josyane Blumenberg war eine der beiden Solistinnen des Wettbewerbs. „Man hat deutlich gemerkt, dass du dich mit den Liedern von Paul Gerhardt beschäftigt hast“, sagte Johannes Leonardy. „Du hast fröhlich und freundlich gesungen, die Texte verständlich herübergebracht.“ Er bescheinigte der Zehntklässlerin des Paul-Gerhardt-Gymnasiums „einen sehr guten Beitrag“.

Zu Johanna Burisch, ebenfalls Zehntklässlerin im Gymnasium, sagte Cornelia Ewald: „Deine Stimme klingt ausgebildet. Zudem singst du wunderbar ausdrucksvoll, legst Emotionen rein. Das ist etwas ganz Wertvolles. Und du hast eine schöne Ausstrahlung, scheust dich nicht davor, das Publikum anzuschauen.“

Tarja Schulze und Sophia Rösner sangen im Duett. Die Landessingwartin war von dem Beitrag der beiden Neuntklässlerinnen des Gymnasiums beeindruckt: „Ihr habt die Tonhöhe gehalten, dafür ein großes Kompliment, denn das gelingt selbst professionellen Sängern nicht immer. Und ihr habt eine sehr klare Aussprache und positive Ausstrahlung.“ Dem „Regenbogenchor“ der evangelischen Grundschule bescheinigte sie „eine sehr schöne Auswahl“ getroffen zu haben. Die Lieder wurden in anderen als den üblichen Varianten gesungen.

Auch Werner Kuhtz von der Kirchengemeinde würdigte die Akteure: „Ihr seid alle super. Es war sehr schön, euch zuzuhören.“ Der Superintendent des Kirchenkreises Niederlausitz Thomas Köhler lobte, dass sich der Nachwuchs mit dem Wirken des Theologen Paul Gerhardt beschäftigt hat: „Es ist schön, dass ihr Lieder von ihm geübt und vorgetragen habt, denn die Sprache von damals fällt uns heute nicht leicht.“

Wie Werner Kuhtz sagte, soll der Liederwettbewerb im nächsten Jahr erneut durchgeführt werden.

(asd)