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| 01:10 Uhr

Ostern – Fest des Lebens

Das wissen wir alle: Der Tod ist das Ende des Lebens. Wir erfahren es oft selbst auf schmerzhafte Weise. Das Alter, eine Krankheit, ein Unfall, Krieg – wie oft sind wir schon vom Tod betroffen worden. Tod, das heißt Ende, Schluss, Aus! Karfreitag – Tag des Todes. Hans-Christoph Höck

Jesus stirbt am Kreuz auf Golgatha. Eine Katastrophe. Der Untergang - auch für seine Jünger. Sie waren ihm gefolgt. Sie hatten alles verlassen, was ihnen im Leben wichtig gewesen war. Ihre sozialen Bindungen, ihre Sicherheiten - alles hatten sie aufgegeben um Jesu Willen. Nun das Ende. Jesus stirbt wie ein Verbrecher. Tod, Ende, Schluss, Aus!
Doch am dritten Tag geschieht etwas Unerhörtes. Frauen gehen zum Grab Jesu. Sie wollen seinen Leichnam einbalsamieren. Den Toten konservieren, aufbewahren für die Nachwelt. Auch ein letzter Liebesdienst soll es sein. Aber schon von weitem sehen die Frauen: Das Grab ist offen. Der große Stein, der davor lag, ist nicht mehr an seinem Platz. Sie kommen zum Grab. Es ist leer. Im Grab sitzt ein Mann in einem weißen Gewand. Er spricht zu den Frauen: „Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte.“ Die Frauen fürchten sich. Sie fliehen vom Grab. Schrecken und Entsetzen hat sie gepackt.
Gott selbst hat eingegriffen. Jesus hält es nicht bei den Toten. Tod, Ende, Schluss, Aus - das gibt es bei Gott nicht. Selbst mit dem Sterben ist nicht alles zu Ende. Gott stellt die Verhältnisse auf den Kopf. Bei Gott heißt es nicht: Leben - Sterben - Tod - Aus. Seit Ostern glauben wir, dass nach dem Tod etwas ganz Neues kommt. Jetzt heißt es: Leben - Sterben - Tod - ewiges Leben!
Das Kreuz auf und in unseren Kirchen ist Zeichen für den Tod Jesu, der (aber) Ostern aufbricht zu neuem Leben. Das Kreuz Jesu wird zum Zeichen des Lebens. Jetzt dürfen wir darauf vertrauen: Gegen alle Erfahrung ist unser Sterben aufgehoben in Gottes Ewigkeit. Der Tod wird zum Neuanfang.