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Ortsumfahrung für Lübben soll 2018 geplant werden

Lübben. Für die Ortsumgehung der B87 in Lübben (Spreewald) könne voraussichtlich 2018 mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen werden. Das hat Egbert Neumann, Abteilungsleiter Verkehr beim Brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), vor dem projektbegleitenden Arbeitskreis berichtet. red/bt

Die Planungen würden derzeit dem Bundesverkehrsministerium vorliegen. Der Arbeitskreis, dem Vertreter der Bürger, des Landkreises, der Städte und Gemeinden, der regionalen Wirtschafts- und Umweltverbände sowie des Tourismus und der Umweltverwaltung angehören, tagte nach gut zweijähriger Pause im Lübbener Rathaus. Ziel dieses Gremiums ist es, Transparenz in den Planungsprozessen herzustellen.

Sein Ministerium habe, berichtete Egbert Neumann während der Sitzung weiter, bei der Fortschreibung des Fernstraßenbedarfsplans des Bundes darum gerungen, dass die rund 10 Kilometer lange Ortsumfahrung Bestandteil bleibt. Die derzeitige Kategorie des Projektes ist mit "weiterer Bedarf mit Planungsrecht" benannt. Alle Projekte mit Planungsreife würden realisiert - das sei die Aussage des Bundes, berichtete Egbert Neumann. Die Ortsumfahrung sei ein Kernprojekt für den Strukturwandel in der Lausitz und für einen wichtigen Wirtschaftsbereich, den Tourismus.

Die Dringlichkeit der Ortsumfahrung für Lübben unterstrich Bürgermeister Lars Kolan mit einer Verkehrszählung vom September 2016. Danach passieren täglich durchschnittlich 13 716 Fahrzeuge, einschließlich Lkw, das Nadelöhr Lübben. Das bedeutet, dass alle 1,6 Sekunden ein Fahrzeug die B 87 am gemessenen Punkt Lindenstraße passiert. Dabei fahren täglich durchschnittlich 1618 Lastkraftwagen, die schwerer als 2,8 Tonnen sein, über den Lübbener Teil der B 87.

Die Planungsgesellschaft Deges stellte die Trasse vor. An der Planung der Trasse habe sich nicht viel geändert. Sie ist detaillierter geworden, etwa im Hinblick auf die Einrichtung von Überholstreifen, informiert Stadtsprecherin Dörte Ziemer in einer Presseinformation. So sei man mit der Trasse so weit wie möglich vom Ortsteil Treppendorf weggerückt und plane die Straße in Bereichen als Einschnitt in die Landschaft. Die Spree werde auf einer möglichst kurzen Strecke gequert, erklärte Deges-Mitarbeiter Peter Grüschow.