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| 02:45 Uhr

Nur Steinwurf bis zum Marktplatz

Marco Vanselow saniert das Eckgebäude in der Gubener Straße 1 in Lübben und baut den ehemaligen Tabakwarenladen, in dem bis zum Jahresende auch Lotto gespielt wurde sowie Zeitungen und Geschenke gekauft werden konnten, wieder als Gewerberaum aus.
Marco Vanselow saniert das Eckgebäude in der Gubener Straße 1 in Lübben und baut den ehemaligen Tabakwarenladen, in dem bis zum Jahresende auch Lotto gespielt wurde sowie Zeitungen und Geschenke gekauft werden konnten, wieder als Gewerberaum aus. FOTO: I- Hoberg
Lübben. Der ehemalige Tabakladen im Eckhaus an der Gubener Straße bleibt Gewerberaum. Vom Eigentümer, einem Luckauer Bauunternehmer, wird das gesamte Gebäude saniert. Ingrid Hoberg / ho

Von der Gubener Straße 1 sind es nur wenige Schritte bis zu Lübbens Mitte, bis zum Marktplatz. Man ist nicht im Trubel drin, aber ganz nah dran - so sieht es Marco Vanselow. Der Luckauer, der in seiner Heimatstadt einen Baubetrieb führt, ist seit einigen Jahren mit seiner Frau Eigentümer des Eckgebäudes, das zur historischen Bebauung gehört und sanierungsbedürftig ist.

Nach der Schließung des Tabakwarenladens mit Lotto-Annahmestelle, den Ilona Mucha bis zum Ende des vergangenen Jahres geführt hatte, galt es, für die Zukunft zu planen. "Eine deutschlandweit tätige Immobilien-Agentur hat Büroräume in Süd-Brandenburg gesucht und sich auf unsere Anzeige hin gemeldet", sagt Marco Vanselow, Maurer und Betonbaumeister. So sei die Entscheidung gefallen, den ehemaligen Laden wieder als Gewerberaum auszubauen. Hätte es keinen Interessenten gegeben, dann sollten auch im Erdgeschoss Wohnungen geschaffen werden.

Seit Anfang des Jahres ist nun Marco Vanselow mit drei bis vier Mitarbeitern seiner Firma beim Umbauen. Dazu kommen die Ausbaugewerke, für die Fachfirmen gebunden werden. "Wir machen so viel wie möglich selbst bei der Sanierung und beim Trockenbau. So können wir die Kosten im Rahmen halten", erklärt er. Neue Fenster sind schon eingesetzt, auch die Medien werden neu verlegt. Eingebaut wird eine moderne Heizung. "Hier wurde noch wie zu DDR-Zeiten mit Kachelöfen geheizt", sagt der Bauherr. Ab März soll die Außenfassade gemacht werden, auch das Dach wird neu gedeckt.

Das ganze Haus Nr. 1 sowie die angrenzende Nr. 2 werden modernisiert. Für die bisherigen Mieter sei anderer Wohnraum gesucht und gefunden worden. In beiden Gebäuden werden sich im Erdgeschoss wie bisher zwei Gewerbeeinheiten befinden, darüber drei Mietwohnungen in der Nr. 1. So wie in der Gubener Straße 2, in der die Wohnungen schon ausgebaut sind, soll es auch im Eckhaus eine Dachterrasse und Balkone geben. "Von dort oben bietet sich der Blick aufs Schloss", sagt Marco Vanselow.

Von der historischen Bausubstanz wird manches erhalten, beispielsweise der Lichthof in der Nr. 1. Über die Geschichte seiner beiden Häuser ist dem Bauherrn bisher nicht viel bekannt. In der Nr. 2 soll es auch einmal einen Tabakhändler gegeben haben, ist ihm erzählt worden. "Vielleicht gibt es ja Lübbener, die noch mehr wissen", sagt er und würde sich freuen, wenn es Hinweise zur Geschichte der Häuser gibt.