Nach intensiven Löscharbeiten auch in der Nacht zu Mittwoch ist es den Einsatzkräften mehrerer Feuerwehren der Region gelungen, den Waldbodenbrand in der Nähe von Byhlegure unter Kontrolle zu bringen. Das teilte ein Sprecher der Leitstelle Lausitz der RUNDSCHAU auf Nachfrage mit. Allerdings seien noch über einen längeren Zeitraum Restlöscharbeiten notwendig, um die zahlreichen Glutnester zu ersticken. Derzeit seien immer noch 20 Feuerwehrfahrzeuge vor Ort in der Lieberoser Heide.

Wie die Oberförsterei Lieberose mitteilt, mussten gegen 13 Uhr Fachleute des Munitionsbeseitigungsdienstes eine nicht transportfähige Granate sprengen. Bodenkräfte der Feuerwehr versuchten, durch Befeuchten der Ränder den Brand einzudämmen. In den vergangenen Stunden waren zahlreiche Schneisen geschlagen worden, um eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern, hatte der Feuerwehrsprecher der RUNDSCHAU bereits am Morgen berichtet. Zwei Hubschrauber von Bundeswehr und Bundespolizei mit Löschwasser-Abwurftanks kamen zum Einsatz. Das Wasser nahmen sie in Seen der Region auf. Zeitweise brannten sieben bis acht Hektar Waldboden und Heideland.

Das Problem auf dem betroffenen Territorium in der Lieberoser Heide ist die Weltkriegsmunition, die noch zahlreich im Boden lagert und jederzeit explodieren kann. Die Feuerwehrleute haben deshalb dort erhebliche Schwierigkeiten, zu den Brandherden vorzudringen. Betroffen war dieses Mal ein Gebiet der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg auf einer ehemaligen Schießbahn westlich der B 168.

Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen brennt es in der Lieberoser Heide. Anfang Juli wurden bei zwei Großfeuern insgesamt mehr als 400 Hektar Heide und Wald vernichtet.

In Treuenbrietzen entspannt sich die Lage unterdessen weiter. Derzeit sind laut Leitstelle keine Lausitzer Wehren mehr im Löscheinsatz. Das THW Lübben sichert die zuverlässige Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort mit Essen und Trinken ab.

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