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| 02:32 Uhr

Nicht verloren – gefunden

Ein wahrer Mensch – Einer, wie wir – Einer, der dem wahren Bild Gottes entspricht – gibt es ihn wirklich? Diese Frage bewegte Menschen. Diese Frage bewegt Menschen.

Na ja, das mit dem Bild Gottes ist heute vielleicht etwas aus der Mode geraten. Aber besondere Menschen erregen auch heute Aufmerksamkeit und können Viele und Vieles bewegen, im Positiven, wie im Negativen.

Jesus kommt! Diese Nachricht verbreitet sich schnell. Selbst Zachäus schreckt von der stupiden Abrechnung der Zolleinnahmen auf. Es war immer der anstrengendste Teil seiner Tätigkeit, als römischer Zolleinnehmer. Ein einträgliches Geschäft für die Römer, aber er durfte auch selbst nicht zu kurz kommen, und darauf achtete er. "Jesus kommt! Das ist eine willkommene Abwechslung, den muss ich sehen!" Aber so viele Menschen stehen am Weg. Alle wollen Jesus sehen. Ein Baum am Rande der Römerstraße bietet eine gute Chance für den zu kurz Geratenen. Er klettert hinauf und dann die Überraschung: Jesus sieht Zachäus im Blätterwald. "Er hat mich entdeckt - gefunden. Er will bei mir übernachten." Voller Freude rutscht Zachäus von Oben herunter, Jesus vor die Füße, und der hilft ihm auf die Beine. Die verächtlichen Blicke der Anderen sieht er nicht. Im Moment sieht er nur Jesus. Dieser scheint direkt in sein Herz zu blicken. "Was bin ich nur für ein Mensch? Ich sehe nur meinen eigenen Vorteil. Das muss anders werden." Und Zachäus wird ein Anderer. Er gewinnt durch Jesus an menschlicher Größe.

Der Menschensohn kommt zu Armen und Reichen. Sie haben es beide nötig, gefunden zu werden. Da wird etwas vom Bild Gottes sichtbar. Nicht verloren - gefunden, das ist eine Erfahrung, die auch Menschen von Heute brauchen. Es würde manches ändern. Jesus umschreibt im Lukas-Evangelium (19,10) seinen Auftrag: "Der Menschensohn ist gekommen zu suchen und selig zu machen, was verloren ist."