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| 03:02 Uhr

Nicht im Wasser stehen lassen

Wasser hat keine Balken – sagt ein Sprichwort – und es kennt keine Grenzen. Es macht nicht halt vor dem, was Menschen wichtig erscheint.

Wenn Städte geschützt werden sollen, dann muss dem Wasser ein anderer Weg eingeräumt werden. Da erscheint es einfach, Polderflächen zu schaffen. Das sind ja nur Wiesen, die sich wieder "aufrappeln", wenn das Wasser irgendwann weg ist - denkt der Stadtmensch. Doch es sind nicht herrenlose Stücken Land, es sind wie hier im Spreewald landwirtschaftliche Flächen. Wenn das Futter für Tiere verrottet, dann bringt das Betriebe an den Rand ihrer Existenz. Und so wie alle davon profitieren, wenn das Hochwasser keine Keller flutet, muss die Gesellschaft für Schäden auf Grünlandflächen einstehen. Der Retter in der Not darf nicht am Ende mit seinen Sorgen allein bleiben. Der Bund hat die Weichen für einen Fluthilfefonds gestellt, das Land muss nun mitziehen, damit das Geld schnell an den richtigen Stellen ankommt. i.hoberg@lr-online.de