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| 17:00 Uhr

Im proppenvollen Saal
Viel Lob und Beifall für „HerzSchmerz“-Melodien

 Beim Neujahrskonzert des Orchesters „grenzenlos“ war der Saal im Lübbener Gymnasium proppenvoll.
Beim Neujahrskonzert des Orchesters „grenzenlos“ war der Saal im Lübbener Gymnasium proppenvoll. FOTO: Andreas Staindl
Neujahrskonzert des Orchesters „grenzenlos“ in Lübben begeisterte. Sonntag Konzerte in Luckau. Von Andreas Staindl

Das Neujahrskonzert des Orchesters „grenzenlos“ war der versprochene Höhepunkt. Die Besucher waren begeistert, auch die Akteure selbst hatten ihren Spaß. Das Programm mit den „HerzSchmerz“-Melodien hatte gezündet. Rappelvoll war die Aula im Paul-Gerhardt-Gymnasium am Samstagnachmittag in Lübben. Die Veranstalter vom Trägerverein des Orchesters „Musik und Leben“ in Luckau mussten zusätzliche Stühle aufstellen. Schon das erste der drei Neujahrskonzerte - zwei weitere folgten am Sonntag in Luckau - hat bewiesen wie hoch die Qualität des Orchesters ist. „Super, einfach toll“, sagte Regina Schulze. „Die Musikerinnen und Musiker sind richtig gut. Sie brauchen sich vor großen Orchestern  nicht zu verstecken.“

Die Lübbenerin hatte ihre Meinung nicht exklusiv. Auch Wolfgang Miether war begeistert. „Ich bin sehr froh, dass ich mir das Konzert nicht entgehen lassen habe“, sagt der Schlepziger. „Toll auch, dass so viele junge Leute im Orchester mitspielen und wie gut der Nachwuchs integriert wird. Das ist aller Ehren wert“

Das Orchester „grenzenlos“ verbindet Generationen. Akteure zwischen sieben und 72 Jahre spielen mit. Fast 50 Leute muszieren gemeinsam. Und das klang auch am Samstag in Lübben hervorragend. Mit der „Herz-Schmerz-Polka“ sind die Musikerinnen und Musiker in das Programm eingestiegen. Melodien großer Komponisten und bekannte Filmmusiken folgten. Und immer ging es um die Liebe, auch die zur Musik und zur Heimat, wie Holger Miertsch sagte.

Er leitet das Orchester „grenzenlos“, in dem auch diesmal wieder polnische Musikerinnen und Musiker mitspielten. Seit zwölf Jahren schon besteht diese Freundschaft, so der Orchesterleiter. Er hat inzwischen Verstärkung bekommen. Johanna Weihrauch leitet die Proben in Lübben. Sie hat das Orchester auch beim Neujahrskonzert während einiger Lieder geleitet.

Die Elftklässlerin Marlene van den Hengel moderierte das Konzert erstmals. Sie spielt eigentlich Klarinette, hatte diesmal jedoch ihr Instrument mit dem Mikrofon getauscht. „Mein Herz schlägt schneller“, gestand die junge Lübbenerin vor ihrem Auftritt, den sie souverän meisterte. Später bedankte sie sich im Namen aller Akteure bei Holger Miertsch. „Was Sie für uns junge Leute leisten, ist nicht hoch genug zu würdigen.“

16 Mädchen und Jungen werden derzeit in das Orchester integriert, erhalten eine musikalische Ausbildung. Auch dank ihnen war das Neujahrskonzert ein Erfolg. Schon zwischendurch spendeten die Besucher heftig Beifall. Sie klatschten bei einigen Melodien sogar rhythmisch mit. Am Ende standen die Zuhörer auf. Sie applaudierten minutenlang und bekamen die erhofften Zugaben.

Die Vereinsvorsitzende Maret Kurrar hatte nicht zu viel versprochen,  als sie gemeinsam mit Nicole Bullan, die für die polnischen Gäste übersetzte, ein „außergewöhnliches Konzert“ ankündigte. Brigida Melzer vom Tschernobyl-Verein in Lübben war so begeistert, dass sie das Orchester in diesem Jahr erneut für ein Benefizkontert buchen möchte: „Es ist einfach super, eine tolle Qualität.“

„Auch uns hat es riesigen Spaß gemacht“, sagte Holger Miertsch nach mehr als zwei Stunden feinster Unterhaltung. „Wir sind im nächsten Jahr wieder hier“, versprach er dem Publikum.