ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:46 Uhr

Neues Wehr erhält Kahnschleuse

Ein großer Baukran zeugt vom begonnenen Neubau des Hartmannsdorfer Wehrs. Bis 2019 soll ein völlig neues Bauwerk entstehen.
Ein großer Baukran zeugt vom begonnenen Neubau des Hartmannsdorfer Wehrs. Bis 2019 soll ein völlig neues Bauwerk entstehen. FOTO: Schirling
Lübben. An der Spree zwischen Hartmannsdorf und Schlepzig ist ein Millionen-Projekt nach langer Vorbereitungszeit in Angriff genommen worden. Im Auftrag des Landes Brandenburg baut der Wasser- und Bodenverband Nördlicher Spreewald in den kommenden zwei Jahren die Hartmannsdorfer Schleuse völlig neu. Ingvil Schirling

Das alte Bauwerk wird abgerissen. Es ist seit längerer Zeit gesperrt, mitsamt dem Fußweg, der Radfahrern und Wanderern früher dort die Querung der Spree ermöglichte. Ein Überweg soll im Zuge der Bauarbeiten ebenfalls neu entstehen.

Nach den bauvorbereitenden Maßnahmen sei zunächst das mittlere Wehrfeld ertüchtigt worden, in dem ein neuer Verschluss eingesetzt wurde, informiert Sven Gerhardt. Der Abteilungsleiter Wasserwirtschaft hat bei diesem Projekt die Oberbauleitung inne. Aktuell liegt das Hauptaugenmerk darauf, eine temporäre Kahnschleuse am, flussabwärts gesehen, rechten Ufer der Spree zu bauen. Damit soll sichergestellt werden, dass Wasserwanderer und Kahnfahrer auch während der Bauzeit das Gewässer befahren können.

Die endgültige Lösung für sie beinhaltet aber nicht die zunächst vorgsehene Bootsrolle. Die Baufirma Strabag hatte Gerhardt zufolge ein deutlich besseres und etwas günstigeres Angebot gemacht - und ermöglicht Kahnfahrern, Paddlern und Wasserwanderern eine echte Schleuse auf der linken Uferseite. Die provisorische soll im März abgenommen und betriebsbereit sein.

Im ersten Bauabschnitt wird dann die Baugrube abgespundet und trockengelegt - ein Anblick an der Spree, den man in einem Menschenleben vermutlich nur einmal sehen kann. "Wir müssen das alte Bauwerk denkmalrechtlich dokumentieren", geht Sven Gerhardt auf ein weiteres Arbeitfeld ein. Erst danach kann mit dem Abriss der alten Schleuse und mit den Betonarbeiten für die Sohle begonnen werden.

Zunächst entstehen die zweieinhalb Wehrfelder vom linken Ufer aus gesehen samt der endgültigen Kahnschleuse. Im zweiten Bauabschnitt folgen dann die zweite Hälfte des dritten Wehrfeldes und das vierte sowie ein Fischpass anstelle der jetzt temporären Schleuse.

Alles in allem wird mit einer Inbetriebnahme des neuen Bauwerkes für die Monate April/Mai in zwei Jahren gerechnet.