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| 14:00 Uhr

Vorhaben 2018
Neues Gemeindehausfür Goschen

Vor zwei Jahren hat in Goschen (Stadt Lieberose) das Haus gebrannt, in dem auch der Gemeinderaum untergebracht war. Nun soll das Dorfgemeinschaftshaus in Goschen neu gebaut werden.
Vor zwei Jahren hat in Goschen (Stadt Lieberose) das Haus gebrannt, in dem auch der Gemeinderaum untergebracht war. Nun soll das Dorfgemeinschaftshaus in Goschen neu gebaut werden. FOTO: Daniel Schmidt
Lieberose. Lieberoses Dörfer beraten über den Haushaltsplan. Der Anbau in Blasdorf wird neu eingedeckt.

Die Lieberoser Ortsteile haben sich im Rahmen von Ortsbeiratssitzungen mit dem aktuellen Haushaltsentwurf der Schulenburgstadt befasst. Am glücklichsten dürfte Goschen sein. Hier ist ein neues Gemeindehaus geplant.

Vor zwei Jahren wurde der Lieberoser Ortsteil Goschen von großem Pech getroffen: Das Gebäude der ehemaligen Dorfschule, zuletzt als Gemeindezentrum und Wohnung benutzt, brannte lichterloh. Der gesamte Dachstuhl wurde in Mitleidenschaft gezogen, das Haus ist seitdem nicht mehr nutzbar. Aus diesem Grunde musste die jüngste Sitzung des Ortsbeirats, zu dem neben Ortsvorsteherin Petra Skodda auch Annette Gorran und Ulrich Domann gehören, im Lieberoser Rathaus stattfinden.

Wie die Ortsvorsteherin mitteilt, ist in dem Entwurf des 2018er Haushaltes von Lieberose der Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses in Goschen vorgesehen. 90 000 Euro seien für diesen Zweck eingestellt. „Wir haben dem Entwurf natürlich zugestimmt“, so Petra Skodda. „Ich hoffe, dass es so durchgeführt wird.“ Der Neubau sei noch in diesem Jahr geplant. Was mit dem alten Schulgebäude wird, sei noch unklar. Auch ein Abriss werde diskutiert. Lieberoses ehrenamtliche Bürgermeisterin Kerstin Michelchen ergänzt, im Gespräch sei unter anderem, einen speziellen Container für die gemeindlichen Zwecke aufzustellen. „Da gibt es wirklich ganz tolle Lösungen.“ Das Problem seien eher die Lieferanten: „Wir haben schon eine Reihe angeschrieben, aber kein einziger hat es bisher als nötig erachtet, uns ein Angebot zu machen.“

Für die fernere Zukunft wünscht der Ortsbeirat von Goschen, dass die Zuwegung von der B 168 bis in den Ort saniert werde. Die Buswendeschleife müsste ebenfalls saniert werden, so die Ortsvorsteherin. Die Straßen rings um die Ortsmitte seien dagegen in Ordnung. Sie wurden erst vor wenigen Jahren im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens südlicher Schwielochsee erneuert.

Auch in Blasdorf hat man über den Haushaltsentwurf diskutiert und dem Zahlenwerk zugestimmt, sagt Ortsvorsteher Joachim Rinza. In einer Anmerkung kritisierte der Ortsbeirat (außer Rinza Heike Richter und Gerd Müller) die Höhe der städtischen Zuschüsse zum Bürgerzentrum Darre. Demnach müsse die Stadt jährlich 24 000 Euro zur Deckungslücke zuschießen. Der Ortsbeirat fordert eine bessere Vermarktung der Immobilie, um die Unkosten zu senken.

Was den Ortsvorsteher des 76-Seelen Dorfs freut ist die Tatsache, dass im dem aktuellen Haushaltsentwurf 35 000 Euro für Blasdorf enthalten sind. Damit solle der Anbau des Dorfgemeinschaftshauses, in dem sich die sanitären Anlagen befinden, neu überdacht werden. Rinza fordert, dass die öffentliche Grünflächen regelmäßiger gepflegt werden. Dies betreffe unter anderem den Sportplatz und zwei Heckenstücken. Der nächste Termin im Dorf ist das Osterfeuer, das am 31. März stattfindet. Am 23. Juni sei das Mittsommerfest geplant.

Auch der Trebitzer Ortsbeirat hat dem Entwurf des Haushalts zugestimmt, obwohl der Ort in diesem Jahr keine größere Maßnahme zu erwarten hat. Immerhin war im Dezember endlich eine seit Jahren virulente Gefahrenstelle beseitigt worden, nämlich die Kanten an der Samgase-Brücke. Laut Ortsvorsteher Lothar Kleinod, der im Ortsbeirat von Dieter Kermas und Manuela Reschke unterstützt wird, müsste demnächst einmal das Dach des Dorfgemeinschaftshauses neu gedeckt werden. Erforderlich sei außerdem eine Reparatur der Straße in Richtung der Agrargenossenschaft. Die Deckschicht der Dorfstraße zwischen dem Friedhof und der Kreuzung weise Risse auf. Hier sei eine Reparatur in nächster Zeit notwendig. Was den Ort weiterhin umtreibt, ist die Windkraft. Denn es gibt Ausbaupläne von Investoren, die im Falle einer Verwirklichung auf eine weitere Einengung der freien Sicht hinauslaufen.

In Doberburg wird sich die Stadt am Ausbau der Dorfstraße beteiligten. Dazu zählen Leistungen im Bereich der Bushaltestelle sowie am Abzweig in Richtung Friedhof.