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| 14:13 Uhr

Amstwechsel
Landesschülersprecher kommt aus Königs Wusterhausen

Amtsübergabe: der ehemalige Landesschülersprecher Maurice Heilmann (l.) und sein Nachfolger Lambert Wolff.
Amtsübergabe: der ehemalige Landesschülersprecher Maurice Heilmann (l.) und sein Nachfolger Lambert Wolff. FOTO: Landesrat der Schülerinnen und / Landesrat der Schülerinnen und S
Potsdam/Königs Wusterhausen. Lambert Wolfff will neue Zeiten für Brandenburgs Schüler einläuten.

Kurz nachdem die Ferien im Land begonnen haben, geht es für einen erst richtig los. Lambert Wolff ist der neue Landesschülersprecher Brandenburgs. Am Dienstag wurde er vom Landesschülerrat gewählt. Seine Ziele hat sich der Gymnasiast aus Königs Wusterhausen dabei für den Amtswechsel besonders hoch gesteckt.

Traditionsgemäß übergibt Maurice Heilmann, der aus Hangelsberg im Landkreis Oder-Spree kommt, seinem Nachfolger Lambert Wolff Wahlurne und Sitzungsglocke. „Wir werden damit neue Zeiten einläuten“, so der 17-jährige etwas scherzhaft, ihm ist es damit aber durchaus ernst.

Als Landesschülersprecher sitzt Wolff dem Landesschülerrat, der gesetzlich legitimierten Vertretung der Schüler Brandenburgs, vor. Hauptsächlich berät der Schülerrat das Bildungsministerium, ist aber auch häufig Anlaufstelle für Schüler mit Fragen, oder wenn sie Hilfe brauchen.

Im vergangenen Schuljahr hat sich der Landesschülerrat besonders mit der Digitalisierung an Schulen, dem System der Grundschulen und der Mitwirkung von Schülern auf Bundesebene beschäftigt. „Wir haben durchaus etwas bewegt, daran möchte ich selbstverständlich anknüpfen, mir liegt aber auch die Reduzierung des Unterrichtsausfalls am Herzen. Wir hatten im Schuljahr 2016/17 den meisten Ausfall seit zehn Jahren im Land, das darf so nicht weitergehen“, sagt der Gymnasiast aus Königs Wusterhausen.

Demnächst möchte der Landesschülerrat anstreben, dass das Bildungsministerium die Ausfallstatistik jeder Schule einzeln veröffentlicht. Die Zahlen gibt es bisher nur landesweit. Daniel Nottle, ein Abiturient aus Neuruppin, machte Anfang dieses Jahres mit einer Petition an den Landtag auf dieses Problem aufmerksam.

Auch auf Bundesebene soll Brandenburg in Sachen Schülermitwirkung mit gutem Beispiel vorangehen, meint Wolff: „Gerade, weil im Koalitionsvertrag der GroKo das Kooperationsverbot gelockert werden soll, müssen Schüler auch bundesweit eine Stimme bekommen.“ Bildungsministerin Britta Ernst unterstützte dieses Vorhaben bereits.

Mit seinem Ziel, neue Zeiten für Brandenburgs Schüler einläuten zu wollen, hat Wolff sich viel vorgenommen. Das Amt und die Glocke dafür hat er bereits und an Ideen fehlt es erst recht nicht. Unterstützung findet der 17-Jährige dabei bei seinen Stellvertretern Ireen Beyer, Nele Dreizehner und Johann Schneider.