Das sagte kürzlich der Beigeordnete Carsten Saß. Besonders deshalb, weil in der Altersgruppe der Sechs- bis 27-Jährigen der Rückgang in Nord- und Südkreis gleichermaßen zu registrieren sei (Nord von 21 800 auf 21 400, Süd von 16 200 auf 14 300). Daraus, sagte Saß, ergäben sich viele Probleme für Angebote an diese Altersgruppe. Mit dem Caminante-Modellprojekt (Caminante heißt Weg oder Wanderer) „Neue Wege der Jugendhilfeplanung im ländlichen Raum“ , an dem sich der Kreis beteilige, erhoffe er sich, sagte Saß, positive Effekte. Insbesondere dann, wenn es auf Akzeptanz bei Jugendlichen treffe. Er kündigte an, dass es am 2. März in der Kreisverwaltung eine erste große „Anlaufberatung“ mit kommunalen und freien Trägern von Jugendarbeit geben werde.
Dr. Klaus Schorner von der Camino-Werkstatt, die das Projekt umsetzen will, erläuterte, was damit erreicht werden solle: Ressourcen vor Ort stärker nutzen; weg von der Jugendhilfe, hin zur Verantwortung für die Jugend; Aufbau von Netzwerken. Schorner machte klar, dass es nicht darum gehe, Geld einzusparen, vielmehr solle gleiche Arbeit organisatorisch neu eingerichtet werden.
Und weil „Jugend uns alle angeht“ , sagte Schorner, werde im Rahmen des Projektes auch auf alle gesellschaftlichen Gruppen zugegangen. Nicht alles werde dabei „konfliktfrei verlaufen“ . (km)