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| 02:45 Uhr

Neue Schleusentore für den Puhlstrom

Leibsch/Neuendorf am See. Die Schleusentore am unteren Puhlstromwehr sollen ersetzt werden. Das bestätigt ein Sprecher des Landesumweltamtes auf LR-Nachfrage. Ingvil Schirling

Die Schleusentore am unteren Puhlstromwehr sollen ersetzt werden. Das bestätigt ein Sprecher des Landesumweltamtes auf LR-Nachfrage. Sie sind aus Holz. Dieses war so marode, dass das Wasserbauwerk noch vor Himmelfahrt 2016 gesperrt werden musste. Für den Tourismus im Unterspreewald hat das gravierende Folgen. Die Planung für den Ersatz der Holztore für die Schleuse am unteren Puhlstromwehr sei abgeschlossen, bestätigt Thomas Frey vom Landesamt für Umwelt. "Für 2017 ist die Umsetzung der Maßnahme vorgesehen." Darüber hinaus sollen Erfahrungen aus dieser Baumaßnahme in den Planungen für weitere Schleusentorsanierungen berücksichtigt werden.

Denn das Schicksal des unteren Puhlstromwehres teilen viele Wasserbauwerke im Spreewald. Sind die Schleusentore aus Holz, dann nagt der Zahn der Zeit spürbar an ihnen. Wind, Wasser, Wetter tun ihr übriges. Am Puhlstrom sind gleich zwei Schleusen betroffen, auch das obere Puhlstromwehr. Nach wie vor stark sanierungsbedürftig ist auch das Nadelwehr in Alt Schadow, schon fast von historischem Wert. Dem Landesamt für Umwelt ist die Problematik bewusst: "Nach unserer Kalkulation und Mittelplanung könnte pro Jahr eine Schleuse neue Tore bekommen", informiert Thomas Frey weiter. Die Schleuse am oberen Puhlstromwehr soll ihm zufolge 2019 folgen. "Unser Ziel ist es, in jedem Jahr eine der betreffenden Schleusen zu sanieren und spätestens 2022 den Ersatz der Holztore abzuschließen."

Frank Feller würde dann erleichtert aufatmen. Der Leibscher legte per Anruf Reporter den Finger in die Wunde, dass das untere Puhlstromwehr seit Himmelfahrt 2016 gesperrt ist und "seither nichts passiert ist", sagte er. Die Sperrung gerade dort trifft Wasserwanderer und Paddler empfindlich, weil große Umwege in Kauf genommen werden müssen. Solche Sperrungen würden "selbstverständlich nur im Notfall vorgenommen", räumt das Landesamt für Umwelt ein, "zum Beispiel wenn durch die Benutzung der Schleuse eine Gefahr für den Nutzer entsteht und Reparaturen nicht mehr möglich sind".

Bewegung ist offenbar auch in die Problematik der Schleuse an der Schlepziger Mühle gekommen. Dort sind die Tore nicht mehr zu öffnen. Akteure vor Ort hatten den zuständigen Minister Jörg Vogelsänger (SPD) vergangenen Sommer darauf aufmerksam gemacht. Nun soll der Wasser- und Bodenverband "Nördlicher Spreewald" die Schleuse wieder flottmachen. Die Aufgabenübertragung sei erfolgt, informiert dessen Chef Jörg Wiesner. Nun soll die Finanzierungszusage folgen, auf deren Grundlage dann die Planung ausgeschrieben werden kann. Die Schleuse spielt eine wichtige Rolle für die Kahnrundfahrt durch das malerische Unterspreewald-Dorf.