| 02:41 Uhr

Neue Kita auf sicheren Füßen

FOTO: Diana_Drubig (72362458)
Lübben. Die Weichen für die neue Kita Waldhaus in Treppendorf sind gestellt. In ihrer jüngsten Sitzung legten die Stadtverordneten sowohl die bauplanerische Variante als auch die energetische fest. Ingvil Schirling

Die Finanzierung steht derzeit ebenso auf sicheren Füßen. Im städtischen Haushalt sind laut Beschlussvorlage 2,4 Millionen Euro an Investitionen dafür hinterlegt.

Pünktlich zur Sitzung konnte Bürgermeister Lars Kolan (SPD) die freudige Nachricht überbringen, dass knapp die Hälfte, nämlich 1,15 Millionen Euro, dank Leader-Förderung bestritten werden kann - zwar etwas weniger als die beantragte Maximalförderung, "aber eine Summe, über die ich mich dennoch sehr, sehr freue", sagte er. Bei der energetischen Variante favorisierten die Stadtverordneten die etwas einfachere, günstigere mit der leicht schlechteren Energiebilanz, die aber auch schon 20 Prozent mehr Dämmung umfasst. Im Klartext: Um geschätzte 800 Euro Energiekosten im Jahr zu sparen, hätte für 200 000 Euro mehr die doppelschalige, 51 Zentimeter dicke Wand eines Passivhauses gebaut werden müssen. Benjamin Kaiser (CDU) hielt das für "wirtschaftlichen Schwachsinn". Die dickere Wandvariante hätte aber die Klimaschutzziele erfüllt, die anders nicht ganz erreicht werden.

Zu diesem Punkt gab es Fragezeichen bei den Stadtverordneten, während die bauplanerische Variante schon im Bauausschuss auf einhellige Zustimmung getroffen war. Peter Schneider (Die Stadtfraktion) warnte daher in der Diskussion, "das Projekt jetzt nicht zu zerreden, indem wir uns darüber streiten". Er hält den Entwurf für sehr gelungen und geeignet, auf der jetzigen Fläche das Maximale zu machen. Die Entscheidung fiel am Ende mit großer Einmütigkeit und nur einer Enthaltung. Damit kann der Bauantrag gestellt und losgelegt werden. Entstehen soll die neue Kita (statt der jetzigen in Einfamilienhausgröße nahe der Gaststätte Lindengarten) an der Ecke Heideweg/Dorfstraße, stellte Architekt Uwe Wittig vom Büro Mayerwittig die Planung im Detail vor.

Wie dynamisch sich der Bedarf an Kita-Plätzen in Lübben entwickelt, wird an einer geänderten Zahl besonders deutlich. Ging der ursprüngliche Ansatz noch von 36 Kindern aus, die im Neubau betreut werden sollten, ist sie jetzt auf 60 kleine Menschen ausgelegt.

Vier Flurstücke werden für den Hauptbaukörper und ein Spielhaus genutzt, wobei ersterer die Spielfläche von der Straße abschirmt. Der Bewegungsraum wird fast quadratisch gestaltet. Im Erdgeschoss sollen 20 Kinder bis drei Jahre betreut werden können, aufgeteilt in Gruppen in einem Haupt- und kleineren Nebenräumen mit einem gemeinsamen Bad. Ebenerdig befindet sich außerdem noch ein Raum für die Erzieherinnen, die einen separaten Eingang an der Westseite bekommen. Der Hauptzugang wird vom Norden her sein. Vorgesehen ist eine Teilunterkellerung, eine Treppe mit leicht geöffnetem Foyer im Zentrum und ein separater Zugang von außen ins Obergeschoss, sodass die Kinder gesammelte Schätze wie Kastanien oder Blätter direkt in den dortigen Kreativraum bringen können. Dieser Zugang ist gleichzeitig der zweite Rettungsweg. Große Fenster sollen für genügend Lichteinfall in die tiefen Räume sorgen, eine lebendige Dachfläche und Fassade für eine belebte Erscheinung von Außen, führte Uwe Wittig aus.