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| 17:09 Uhr

Deutsches Trachtenfest
Neue Hauben für das Trachtenfest

 Die neuen Hauben sind da. Mädchen der Kindertanzgruppe „Lutki“ der Spreewaldkita in Lübben halten zwei der wertvollen Exemplare in der Hand. Die Erzieherin Elke Hoffmann (Mitte) hat sie ihnen zur Übungsstunde kürzlich mitgebracht.
Die neuen Hauben sind da. Mädchen der Kindertanzgruppe „Lutki“ der Spreewaldkita in Lübben halten zwei der wertvollen Exemplare in der Hand. Die Erzieherin Elke Hoffmann (Mitte) hat sie ihnen zur Übungsstunde kürzlich mitgebracht. FOTO: Andreas Staindl
Kinder der Kindertanzgruppe „Lutki“ bereiten sich seit zwei Jahren auf ihre Auftritte zum Trachtenfest am Wochenende vor

Die Vorfreude ist riesig. Nur noch wenige Tage, dann steigt das Deutsche Trachtenfest in Lübben. Etwa 2500 Trachtenträger aus ganz Deutschland werden vom 17. bis 19. Mai in der Kreisstadt erwartet. Die Trachtentanzgruppe „Lutki“ der Spreewaldkita im Norden von Lübben ist mittendrin. Zwei Auftritte sowie der große Festumzug stehen für die Gruppe auf dem offiziellen Programm.

 „Wir präsentieren Tänze nach Musik des Duos Lothar & Klaus sowie sorbische Tänze“, kündigt Elke Hoffmann an. „Seit zwei Jahren üben wir dafür. Mit Bekanntgabe, dass Lübben das Deutsche Trachtenfest ausrichten darf, haben wir mit den Vorbereitungen begonnen. Die Kinder sind aufgeregt und sehr gespannt. Sie freuen sich auf die vielen unterschiedlichen Trachten, werden aber auch stolz ihre eigene Tracht präsentieren.“

Elke Hoffmann bringt gemeinsam mit anderen Erzieherinnen der Einrichtung Kindern traditionelle Tänze des Spreewalds bei, kümmert sich auch um die Trachten. Brauchtum und Tradition sind fester Bestandteil des Konzepts der Spreewaldkita. „Unser Ziel ist es, bei den Mädchen und Jungen Heimatliebe zu entfachen, ihnen einheimische Tänze, Lieder und Gedichte beizubringen und ihnen Werte zu vermitteln“, erzählt die Kita-Leiterin Garbiele Kutzscher. „Das Trachtenfest motiviert uns zusätzlich.“

Und Elke Hoffmann ergänzt: „Wer eine Tracht trägt, muss sich in Geduld üben, darf keine Wurst mit Ketchup oder Eis essen, auch keine rote Brause beispielsweise trinken. Das könnte Flecken geben. Und die brauchen wir nicht auf einer Tracht. Unsere Kinder wissen das, halten sich daran. Sie tragen ihre Tracht mit Stolz. Ihre Eltern unterstützen das. Ohne sie wären Auftritte mit den ,Lutkis’ nicht möglich.“

Die Trachtentanzgruppe ist ein offenes Angebot für Kita- und Hortkinder der Spreewaldkita. Sie präsentiert sich während verschiedener öffentlicher Auftritte. „Man kennt und schätzt uns in Lübben“, sagt Elke Hoffmann.

Die „Lutkis“ sind längst erwachsen. Doris Strasen hatte die Trachtentanzgruppe 1997 gegründet. Die Kinder von einst sind inzwischen selbst Eltern. „Sie erinnern sich gern an die Zeit bei uns, an die Auftritte in den schicken Trachten“, sagt Gabriele Kutzscher. „Das ermöglichen sie jetzt ihren eigenen Kindern. Dass bei uns Brauchtum gelebt wird, hat sich längst auch in anderen Regionen herumgesprochen. Familien, die nach Lübben ziehen, bringen ihre Kinder auch wegen der Traditionspflege und der Trachtentanzgruppe in unsere Einrichtung.“

Natürlich ist das Deutsche Trachtenfest ein großes Thema in der Spreewaldkita. „Wir haben uns am Malwettbewerb zum Thema Tracht beteiligt, Tanz- und Anziehkurse besucht“, erzählt Elke Hoffmann. „Zudem kommt die Spreewald-Christl regelmäßig zu uns, um den Kindern Spannendes über Traditionen und Brauchtum des Spreewalds zu vermitteln. Das Trachtenfest kann kommen. Wir sind gut vorbereitet.“ Die „Lutkis“ werden sich dann mit neuen Hauben präsentieren.

 Diese traditionelle Kopfbedeckung wurde in der Trachtenschneiderei in Sielow (Cottbus) angefertigt wie Gabriele Kutzscher sagt. Die Kita-Leiterin und Elke Hoffmann haben die letzten der neuen Hauben erst kürzlich abgeholt. Diese werden während der zwei Auftritte sowie des Festumzugs zu sehen sein. „Wir gehen an der Spitze gleich hinter dem Bürgermeister“, erzählt die Kita-Chefin. „Und nach unseren offiziellen Auftritten flanieren wir über das Festgelände. Wir freuen uns schon sehr auf die Begegnungen mit den vielen anderen Trachtenträgern. Vielleicht entsteht ja etwas Bleibendes.“