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| 12:24 Uhr

Fachplaner soll beauftragt werden
Flutlicht an der Völkerfreundschaft: Es dämmert

 Der Sportplatz an der Berliner Chaussee in Lübben verfügt über eine veraltete Flutlichtanlage aus den 1970er-Jahren. Das hat sogar schon zu Spielabsagen geführt.
Der Sportplatz an der Berliner Chaussee in Lübben verfügt über eine veraltete Flutlichtanlage aus den 1970er-Jahren. Das hat sogar schon zu Spielabsagen geführt. FOTO: LR / Steven Wiesner
Lübben. Ein Fachplaner soll beauftragt werden, um die konkreten Kosten für die Haushaltsplanung 2020 zu ermitteln. Doch wer entscheidet? Von Ingvil Schirling

Seit dem Spätherbst 2018 bewegt die veraltete Flutlichtanlage an der Sportstätte Völkerfreundschaft die Gemüter. Im Hauptausschuss vergangene Woche glimmte ein Schimmer am Ende des Tunnels auf – doch bis zu einer zeitgemäßen „Erleuchtung“ des Platzes scheint es noch ein längeres Stück Weg zu sein.

Haushalt 2020

Fachbereichsleiterin Petra Streiber kündigte an, dass die Verwaltung einen Fachplaner beauftragen werde, der die konkreten Kosten für die Anlage ermitteln soll. Diese würden im Haushalt 2020 eingeplant, womit „die Umsetzung erfolgen kann“. Über den Daumen gepeilt bewegen sich die Kosten zwischen 80 000 und 100 000 Euro.

Nach diesem Stand würde noch eine Wintersaison im Dämmerlicht trainiert werden müssen. Und ein dickes Fragezeichen gibt es außerdem: „Den Haushalt 2020 beschließen die Stadtverordneten, die im Mai gewählt werden“, unterstrich Bürgermeister Lars Kolan (SPD). Über die künftige Zusammensetzung des Entscheidungsgremiums bestimmen die Lübbener bei der Kommunalwahl am 26. Mai.

Kolan ging auch darauf ein, dass die „Petenten eine Realisierung im August 2019 wünschen. Das kriegen wir aber nicht hin aufgrund des bestehenden Haushaltsbeschlusses.“ Im aktuell gültigen Finanzpapier der Stadt ist die Investition nicht vorgesehen.

Die Petition von Grün-Weiß

Mit Datum vom 8. November 2018 hatte sich Grün-Weiß Lübben mit einer Petition an Bürgermeister und Stadtverordnete gewandt, unterzeichnet von drei Vorstandsmitgliedern. Darin heißt es unter anderem warnend: „Aufgrund der schlechten Ausleuchtung des Spielfeldes und der starken Blendung besteht hier eine sehr hohe Unfall- beziehungsweise Verletzungsgefahr!“ Der Verein sei bereit, Lübben bei „Planungen und technischen Fragen“ zu unterstützen und auch Eigenleistungen zu erbringen – damit eine helles Licht ausstrahlende Anlage die alte ersetzen kann.

Ein Beschluss wurde beim Hauptausschuss vergangene Woche zwar (noch) nicht gefasst. Es ging nach den zwischenzeitlichen Gesprächen, bei denen auch die künftige Erneuerung des Hartplatzes eine Rolle spielte, um die Vermittlung des aktuellen Standes. Damit haben nun alle Beteiligten das Thema auf dem Schirm.