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| 02:49 Uhr

Neue Abwassergebühr schockiert

Goyatz/Jessern. Mit der Abwasserabrechnung ist Besitzern von Wochenendgrundstücken am Schwielochsee eine neue Abschlagszahlung zugegangen. Daraus konnten sie auf eine erheblich höhere Abwassergebühr schließen. Das verärgert die Kunden des GWAZ. Ingrid Hoberg

Genau 157,69 Euro müssen Kunden des Gubener Wasser- und Abwasserzweckverbandes (GWAZ) ab diesem Jahr für die Abwassergebühr bezahlen. "Im Vorjahr hatten wir einen Grundpreis von rund 56 Euro", sagt Helga Richter aus Cottbus. Es handelt sich um eine Fäkaliengrube. Besonders verärgert ist sie, dass es keine Information zu der neuen Gebühr gegeben habe. "Da muss man schon richtig gut rechnen können, um aufgrund der höheren Abschläge auf den neuen Grundpreis zu kommen", stellt Thomas Hellwig, Vorstandsvorsitzender der Bergsiedlung in Jessern, fest. Auch er kritisiert die Informationspolitik des Verbandes.

"Der GWAZ hat sich entschlossen, eine einheitlich gesplittete Abwassergebühr einzuführen", sagt Geschäftsführer Michael Feige. Für die Abwasserkunden und diejenigen, die eine Fäkaliengrube haben, gilt nun ein Preis. "Wir setzen damit das Solidarprinzip durch", erklärt er. So war 2013 für die an der Kanalisation angeschlossenen Kunden eine Abwassergebühr von rund 186 Euro fällig gewesen. Jeder Kunde zahle nun die gleiche Grundgebühr. Es habe dazu eine Bekanntmachung im Amtsblatt vom Dezember 2013 und auf der Internetseite des GWAZ gegeben. Auf Wunsch sei das Amtsblatt zugesandt worden.

"Warum wird die Gebühr nicht verbrauchsabhängig erhoben oder berücksichtigt, dass die Wochenendgrundstücke nur von April bis November genutzt werden?", fragt Thomas Hellwig. Er habe zunächst Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt. Der Verband der Grundstücksnutzer prüfe schon eine Sammelklage. Doch der Vereinsvorsitzende ist zunächst an einem Gespräch mit dem GWAZ interessiert. "Es muss doch ein anderer Weg gangbar sein", hofft er. Auch wenn es für 2014 keine anderen Grundgebühren geben könne, müsse die Satzung für die folgenden Jahre überdacht werden. Peter Jeschke, Verbandsvorsteher des GWAZ, verweist darauf, dass der Wirtschaftsplan 2014 beschlossen ist, schließt aber Gespräche nicht aus. "Die Betroffenen können einen Antrag an den Vorstand stellen, der dann beraten wird", sichert er zu und spricht sich für klärende Gespräche aus.