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| 16:56 Uhr

Netzwerk
Das Wichtigste auf einen Blick

Das Netzwerk „Miteinander für Lübben“ präsentiert den Pocket-Flyer „Willkommen in Lübben - Kontakte für alle Fälle“: Bürgermeister Lars Kolan, Marlies Siegert, Bärbel Blume, Natalya Zimina und Annabell Mai (v.l.) haben sich auf dem Marktplatz getroffen.
Das Netzwerk „Miteinander für Lübben“ präsentiert den Pocket-Flyer „Willkommen in Lübben - Kontakte für alle Fälle“: Bürgermeister Lars Kolan, Marlies Siegert, Bärbel Blume, Natalya Zimina und Annabell Mai (v.l.) haben sich auf dem Marktplatz getroffen. FOTO: Ingrid Hoberg / LR
Lübben. Das Netzwerk „Miteinander für Lübben“ hat einen Flyer mit Kontakten herausgegeben.

Er passt in jede Hosentasche, ist leicht, handlich und doch gewichtig an Informationen, der Pocket-Flyer „Willkommen in Lübben - Kontakte für alle Fälle“. Das Netzwerk „Miteinander für Lübben“ hat dieses kleine Kompendium in den Abmaßen 10,5 mal 10,5 Zentimeter herausgegeben.

Bürgermeister Lars Kolan (SPD) stellte am Montagmittag gemeinsam mit anderen Akteuren des Netzwerkes den Flyer vor, in dem von A wie Agentur für Arbeit Lübben und Ausländerbehörde Königs Wusterhausen über C wie Caritas Dienststelle und D wie Diakonisches Werk bis R wie Rathaus, aber auch S wie Sozialamt und Spreewaldklinik die Kontaktdaten für Anlaufstellen aufgeführt sind, die Neuankömmlinge in einer Stadt suchen könnten.

„Wir haben die Überschrift ,Willkommen in Lübben’ gewählt, weil alle angesprochen werden, die neu in der Stadt sind“, sagt Marlies Siegert von der Paul-Gerhardt-Gemeinde. In der Kreisstadt leben gegenwärtig rund 440 Ausländer, das heißt Menschen, die keinen deutschen Pass besitzen, so Bürgermeister Kolan. Das seien 3,13 Prozent der Einwohner. Sie gehören 44 Nationen an. Den größten Anteil stellen Polen (76), gefolgt von Russen (59) und Syrern (57), wie Pressesprecherin Dörthe Ziemer ergänzt. Etwa 60 Menschen leben im Übergangswohnheim, wie Annabell Mai sagt.

Die Auswahl der Informationen in dem Heftchen sei lange diskutiert worden, so Bärbel Blume vom Migrationsfachdienst des Diakonischen Werkes. „Wir haben uns dann für das kleine Format mit den wichtigsten Informationen entschieden, auch um nicht ständig wieder Änderungen vornehmen zu müssen“, erklärt sie. So sind Adressen, Telefonnummern und Öffnungszeiten aufgelistet, aber keine Ansprechpartner mit ihrem Namen genannt oder Unterstrukturen aufgeführt.

Der Flyer ist in einer Auflage von 500 Exemplaren in deutscher Sprache erschien, finanziell gefördert vom Migrationsfachdienst beim Landkreis Dahme-Spreewald. Er wird neben dem Meldeamt in der Stadtverwaltung über die Beratungsstellen verteilt. Nun müssen erste Erfahrungen gesammelt werden, wie die Kontakt-Übersicht bei denen ankommt, für die sie gedacht ist.

Für das Netzwerk „Miteindander für Lübben“ ist „Willkommen in Lübben“ ein Ergebnis der engeren Zusammenarbeit nach der Veranstaltung im vergangenen Jahr im Juni. In Kooperation von Diakonie, Caritas, Forum gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit sowie der Stadt Lübben ist damals im Rathaus über die besondere Herausforderung diskutiert worden, die bei der Unterstützung von Geflüchteten notwendig wurde. Beim „Open Space“ sind Erfahrungen ausgetauscht, Kontakte geknüpft und Ideen weiterentwickelt worden. Alle sechs bis acht Wochen kommen die Akteure weiterhin zusammen und tauschen sich über Themen von Bildungskoordination bis Kinderschutz aus.

So hat Marlies Siegert die Idee, einen Ort der Kommunikation zu schaffen, der als „Türöffner“ für Bildungsangebote ebenso dienen könnte wie als lebendiger Treffpunkt an einem neutralen Ort - möglichst mitten in Lübben.