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Naturschutzjugend eröffnet "Spree-Wald-Werkstatt" in Alt Schadow

Mitglieder der Naturschutzjugend pflanzen junge Bäumchen. Die Baumpflanzaktion am gestrigen Sonntag war die offizielle Eröffnung der "Spree-Wald-Werkstatt" in Alt Schadow.
Mitglieder der Naturschutzjugend pflanzen junge Bäumchen. Die Baumpflanzaktion am gestrigen Sonntag war die offizielle Eröffnung der "Spree-Wald-Werkstatt" in Alt Schadow. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Alt Schadow. Die Naturschutzjugend (Naju) im Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg ist jetzt in der Märkischen Heide präsent. Sie nutzt dort ein zehn Hektar großes Waldgelände am Raatschweg direkt an der Spree und dem Neuendorfer See. A. Staindl/asd1

"Das Gelände wurde uns von der Stiftung "Jugend-Will-Natur" zur Pacht anvertraut", erklärt Claudia Günther, Jugendbildungsreferentin der Naju. "Wir sind sehr dankbar für dieses Domizil." Die Naturschutzjugend plant Seminare und Workshops.

"Wir wollen uns vor allem mit den Themen gesunde Ernährung, Wald und Wasser beschäftigen", sagt Ivonne Drößler, Vorsitzende der Naturschutzjugend in Brandenburg. Junge Leute zwischen dem sechsten und 26. Lebensjahr können sich an den Projekten beteiligen. "Sie lernen nachhaltige Lebensmuster im Einklang mit der Natur kennen", wie die Vereinschefin sagt. Lernort ist die "Spree-Wald-Werkstatt".

Diese ist kein Raum, sondern das gesamte Waldgelände. Seit 2014 ist die Naju am Neuendorfer See präsent. Das Gelände wird hergerichtet, für Projekte vorbereitet. Das Seminarhaus wird saniert, soll einen Schlafdachboden erhalten. Ein Zeltplatz für die Teilnehmer von Workshops entsteht, eine Feuerstelle, eine Pflanzenkleinkläranlage und ein Lehmbackofen sind geplant, kündigt Ivonne Drößler an. Im Herbst startet der erste Workshop der Naturschutzjugend in Alt Schadow. Vom 11. bis 13. September wird zum Pilz- und Wildfruchtseminar eingeladen.

Jugendliche ab 14 Jahren sind herzlich willkommen, Kinder in Begleitung ihrer Eltern.

Seminare und Workshops werden nur von Frühjahr bis Herbst angeboten, sagt Claudia Günther. Nach dem offiziellen Startschuss gestern geht der Umbau des Waldgeländes weiter. Mit dem Pflanzen von Bäumen werde die derzeit bestehende Kiefer-Monokultur ökologisch aufgewertet. Genau wie die jungen Bäumchen will die Naturschutzjugend Wurzeln in Alt Schadow schlagen.

Zur Eröffnung gratulierte auch Benjamin Raschke aus Schönwalde als Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen. Der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion überreichte einen Spaten und eine grüne Gießkanne. Er sei "begeistert von dem Engagement und der Schaffenskraft", sagte er.

www.naju-brandenburg.de .