Bäume entlang von Straßen sind typisch für Brandenburg. Die Alleen sind Lebensraum und schützen gleichzeitig den Autofahrer vor Sonne und starkem Wind. Andererseits sind die Bäume stärkeren Belastungen ausgesetzt als ihre „Kollegen“ im Wald. Hinzu kommen Rückschnitte, um das Lichtraumprofil für Fahrzeuge oder die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Straßenbäume erreichen deshalb selten ihr artbedingtes Höchstalter. Dementsprechend reduziert sich die Zahl der Bäume einer Allee. Der Landkreis Dahme-Spreewald ist sich dieser Probleme durchaus bewusst.

Neben dem Programm zum Erhalt der Alleen, dass bis 2022 konkrete Festlegungen für die Kreisstraßen in Dahme-Spreewald, vorsieht, erarbeiten Straßenbauverwaltung und die untere Naturschutzbehörde des Kreises, wo Alleen durch Neupflanzungen ergänzt werden können. Passieren soll dies in Zukunft bei Lücken von fünf aufeinander folgenden Bäumen, teilt die Kreisverwaltung mit.

Bei der Neupflanzung von Alleebäumen ist LDS auf einem guten Weg. Die bis 2022 zu erfüllenden Vorgaben waren schon im vergangenen Jahr mehr als erfüllt. Die Bilanz weist 7255 Meter Alleepflanzung bis zum Jahr 2019 aus, dies sind 161 Prozent der Vorgaben. Einseitige Baumreihen wurden auf 5395 Meter gepflanzt, dies entspricht 108 Prozent der Vorgaben. Zwischen 2010 und 2014 wurden Neupflanzungen vom Landkreis durchgeführt. Seit 2015 handelt es sich vor allem um Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen der Bergbausanierung oder für Windkraftanlagen.