ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:19 Uhr

Tourismus
Namensschilder für Lübbens Fließe

Freuen sich gemeinsam über die neue Fließbeschilderung in Lübben. Bürgermeister Lars Kolan, Marit Dietrich von der TKS, Bootsverleiherin Katri Bergmann und Andreas Traube vom Spreewaldverein (v.l.n.r.).
Freuen sich gemeinsam über die neue Fließbeschilderung in Lübben. Bürgermeister Lars Kolan, Marit Dietrich von der TKS, Bootsverleiherin Katri Bergmann und Andreas Traube vom Spreewaldverein (v.l.n.r.). FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Bezeichnungen wurden auch ins Sorbische übersetzt. Von Andreas Staindl

Wasserstraßen in Lübben haben Namensschilder erhalten. Damit ist künftig klar, wo sich Paddler, Kanufahrer und andere Wassersportler gerade befinden. Die wasserseitige Fließbeschilderung wurde kürzlich vorgestellt und seiner Bestimmung übergeben. Sie ist Teil des wassertouristischen Informations- und Wegeleitsystems, das als Leader-Projekt im Rahmen des Masterplans zum naturverträglichen Wassertourismus mehrerer Partner im Spreewald, dem Dahme-Seengebiet und Märkisch-Oderland seit 2012 entwickelt und auch in Lübben umgesetzt wird.

Grüne Fließbeschilderung, die die große Richtung angeben, gibt es schon länger. Auch die Informationstafel für Wasserwanderer an der „SpreeLagune“, die seit 2016 dort steht, wurde im Rahmen des Masterplans realisiert. Die jetzt in Nutzung übergebenen neuen Schilder haben einen weißen Untergrund inklusive der Bezeichnung des jeweiligen Gewässers. „Touristen und Einheimische profitieren gleichermaßen von den Informationen, auf welcher Wasserstraße sie sich befinden“, sagt Lübbens Bürgermeister Lars Kolan (SPD). „Sie werden sich künftig sicherlich auch auf bisher eher unbekannte Touren wagen. Lernen kann ohnehin jeder etwas von den Schildern.“

Bis auf eine wurden alle Bezeichnungen auch ins Sorbische übersetzt. Für die „Mühlkeute“ am Mühlendamm hat die Domowina keine Übersetzung geliefert, wie Andreas Traube vom Spreewaldverein in Lübben erklärt, unter dessen Führung der Masterplan umgesetzt wird.

Die Paddler in Lübben sollen neue Wasserwege kennenlernen.
Die Paddler in Lübben sollen neue Wasserwege kennenlernen. FOTO: adi wawro

Die neuen Schilder wurden an 13 Standorten auf dem Wasser in und rund um Lübben angebracht. Katri Bergmann vom Boots- und Zweiradverleih Gebauer in Lübben hat diese Aufgabe übernommen. „Die Fließbeschilderung erleichtern auch uns die Arbeit“, sagt sie, „denn Wassertouristen können sich jetzt leichter orientieren, finden sich auf Wasserwanderkarten besser zurecht. Zudem können sie im Notfall ihren Standort detaillierter angeben.“

Die Stadt Lübben ist nach der Gemeinde Burg der zweite Ort im Spreewald, der Namensschilder für Wasserstraßen angebracht hat, wie Andreas Traube sagt: „Lübbenau und das Amt Unterspreewald haben die Fließbeschilderung noch nicht realisiert.“

Die Umsetzung erfordert Kenntnisse über die genaue Bezeichnung des jeweiligen Gewässers. Der Kahnfährmann Burkhard Herzke habe in Lübben geholfen. Die Kreisstadt hat die Schilder finanziert, sagt der Bürgermeister. Das Geld ist offenbar gut angelegt. Etwa acht Millionen Euro im Jahr spült der Wassertourismus in der Lagunenlandschaft in die Kassen, sagt Andreas Traube.

Die Spreewaldregion wird auch für das Ausland offenbar immer interessanter. „Die Zahl der internationalen Gäste bei uns nimmt seit zwei, drei Jahren zu“, erzählt Katri Bergmann. Auch Marit Dietrich, Geschäftsführerin der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing (TKS) GmbH in Lübben, kann das bestätigen: „Den Trend, dass uns zunehmend Gäste aus anderen Ländern besuchen, merken wir auch in unserer Touristeninformation.Die Zahl der Gäste insgesamt war in den ersten vier Monaten dieses Jahrs bereits sehr gut.“

Mit der Fließbeschilderung auf den Wasserstraßen in Lübben ist die Kreisstadt noch ein Stück attraktiver geworden.