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| 18:33 Uhr

Schlossensemble und Ständehaus
Mit Licht, Farbe und einer Prise Bildung

Farbig beleuchtet und mit historischen Bildern auf der Fassade wurde der Schlossturm mitten im Ensemble Museum-Marstall-Ständehaus zum Hingucker.
Farbig beleuchtet und mit historischen Bildern auf der Fassade wurde der Schlossturm mitten im Ensemble Museum-Marstall-Ständehaus zum Hingucker. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Beste Stimmung bei der Nacht des Denkmals rund um das Lübbener Schloss und Ständehaus. Von Ingvil Schirling

Erstmals veranstaltete die Kreisverwaltung Dahme-Spreewald gemeinsam mit dem Museum Lübben ein Fest. Den bundesweiten Denkmaltag machten beide gemeinsam kurzerhand zur Nacht und zauberten mit Licht und einem umfangreichen Programm eine ganz besondere Stimmung in das historische Ensemble aus Museum, Schlossturm, Marstall und Ständehaus. Kinder und ihre Familien konnten sich mit der Seifenblasenfee Lilly, die dabei zur Lichterfee wurde, anfreunden oder mit dem „Gespenst unterm Fußboden“ bei einer Lesung mit Uwe Hilbig. Auf dem Schlossplatz zeichnete Elmar Huxoll Porträts, während im Ehrenhof zunächst ein Kindertheater aufgeführt wurde, später dann eine politische Note mitschwang: Gemeinsam mit Bürgermeistern beziehungsweise Kreistagsabgeordneten ließ Landrat Stephan Loge (SPD) ein Vierteljahrhundert Landkreis Dahme-Spreewald Revue passieren. Seit 25 Jahren gibt es diesen. Auch das war ein Anlass für das Fest zur Nacht des Denkmals.

Zahlreiche Gäste, insgesamt nach LR-Schätzungen mehrere Hundert, flanierten zwischen Museum und Ständehaus hin und her und genossen das intensive Farb- und Lichtspiel, das sich mit eintretender Dämmerung entwickelte. Abwechselnd wurden die Fassaden in Farben und Muster getaucht. Besonders imposant erschien dabei der Schlossturm. Der Mix aus Unterhaltung und Information und einer Prise Bildung erschien charmant auch auf dessen Fassade: In die strahlenden Lichtern wurden schwarz-weiß-Fotos eingeblendet, wie das Schlossensemble früher einmal ausgesehen hatte.

Zauberhaftes Licht einerseits, Historie andererseits, kreative Anregungen für Kinder – mit diesem Konzept wurde die Denkmalnacht zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Wer sich zwischendurch einfach nur ausruhen wollte, kam in Liegestühlen auf dem Bürgersteig dem Ehrenhof gegenüber auf seine Kosten. Auf dem Schlossplatz wiederum waren kleine Stühle- und Tischegruppen aufgebaut, die zum Hinsetzen und Quatschen einluden.

Mit Cocktails oder einem guten Whisky, mit dem Jazz-Quartett „Chat Noir“ (schwarze Katze) aus Berlin, mit Schwein am Spieß und anderen Gaumenfreuden ging es so bis tief in die Nacht.  Die erste Denkmalnacht darf unter Strich durchaus als Erfolg verbucht werden.

Der Künstler Elmar Huxoll zeichnete live und in Farbe Gäste der Nacht des Denkmals.
Der Künstler Elmar Huxoll zeichnete live und in Farbe Gäste der Nacht des Denkmals. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Die kleine Anna und weitere Kinder unterstützten die Seifenblasenfee Lily vor den Toren des Ständehauses nach Kräften.
Die kleine Anna und weitere Kinder unterstützten die Seifenblasenfee Lily vor den Toren des Ständehauses nach Kräften. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Landrat Stephan Loge, Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann, Olaf Damm aus Schönefeld und Klaus-Dieter Quasdorf aus Bestensee bei der Diskussion.
Landrat Stephan Loge, Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann, Olaf Damm aus Schönefeld und Klaus-Dieter Quasdorf aus Bestensee bei der Diskussion. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Humorvolle Vorträge über die Schlossgeschichte und die Grafen von Houwald boten Philip Kardel und Corinna Junker vom Museum im Trauzimmer.
Humorvolle Vorträge über die Schlossgeschichte und die Grafen von Houwald boten Philip Kardel und Corinna Junker vom Museum im Trauzimmer. FOTO: LR / Ingvil Schirling