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| 16:00 Uhr

Brücke bekommt Sichtfenster
Lehnigksberger Brücke ist wieder frei

Die Brücke Lehnigksberg ist nach der umfangreichen Sanierung freigegeben, sorgte jedoch wegen einer Engstelle in der Mitte für Fragezeichen.
Die Brücke Lehnigksberg ist nach der umfangreichen Sanierung freigegeben, sorgte jedoch wegen einer Engstelle in der Mitte für Fragezeichen. FOTO: LR / Andreas Staindl
Lübben. Engstelle in der Mitte sorgt allerdings für Fragezeichen. Der Denkmalschutz fordert einen Blick auf die Konstruktion. Von Ingvil Schirling

Bürgermeister Lars Kolan (Foto/r.) und Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge (beide SPD) haben im Rahmen des Stadtradelns während eines offiziellen Aktes die Brücke am Gasthaus Lehnigksberg in Lübben freigegeben. Sie war in einem desolaten Zustand und wurde seit September 2017 saniert. Die Fertigstellung hatte sich durch ungünstige Witterung verzögert (die LR berichtete). Wegen frostiger Temperaturen mussten dem Bürgermeister zufolge die Bauarbeiten unterbrochen werden. Etwa 360 000 Euro haben die Arbeiten gekostet.

Allerdings sorgte die Brücke, wenige Tage eröffnet, während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung für verwunderte Nachfragen. „Was soll das mit der Einengung?“, fragte Günther Piesker (Die Stadtfraktion) nach. „Ich sehe das als Gefahrenquelle“, spielte er auf Warnbaken rechts und links davon an. Wunsch des Denkmalschutzes sei es gewesen, den Blick auf die Spreewaldbahn freizuhalten, erklärte zunächst Bürgermeister Lars Kolan. „Die schmale Stelle in der Brückenmitte ist eine Bedingung des Denkmalschutzes“, bestätigt Petra Gutsche aus dem Bereich Tiefbau der Lübbener Stadtverwaltung. An dieser Stelle sollen das alte Tragwerk und die Bohlen der ehemaligen Kleinbahntrasse sichtbar gemacht werden.

Die Begründung des Denkmalschutzes stütze sich darauf, dass das gesamte Bauwerk der Kleinbahn ein technisches Denkmal sei. Bedingung für den neuen, vollflächigen Belag sei gewesen, dass ein Teil der alten Konstruktion sichtbar sein muss.

Dies sei seit Beginn Planungsbestandteil gewesen, erläutert Petra Gutsche. Eine Hinweistafel mit Erläuterungen stehe am Brückenanfang. „Es musste jedoch nach Realisierung dieses Teils festgestellt werden, dass zwar alle Vorschriften beachtet wurden, jedoch die Konstruktion zum Klettern und Spielen einlädt“, räumt die Stadtverwaltung ein. „Deshalb wird dort als Quasi-Fallschutz noch ein Element eingebaut werden“, kündigt Petra Gutsche an. An der Stelle, an der aktuell noch die Bauzäune stehen, die das Absichern, soll eine Konstruktion aufgesetzt werden, damit niemand hindurchfallen kann, die Bohlen aber sichtbar bleiben.