Zuvor hatte der Disco-Betreiber von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht und Gäste des Schlossbergs verwiesen. Für einen 27-Jährigen endete die Nacht mit Kopfverletzungen im Krankenhaus.

Zunächst rückten Polizeibeamte am Sonntagmorgen gegen 4 Uhr an, so die Angaben von Jens Quitschke, Sprecher des Schutzbereichs Dahme-Spreewald, auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Die Polizisten trafen zwei Männer (24 und 27 Jahre) an. „Beide mit Schürfwunden im Gesicht, beide alkoholisiert mit 1,6 beziehungsweise 2,45 Promille, beide keine unbeschriebenen Blätter“, erläutert Quitschke. Doch keiner habe eine Anzeige erstatten wollen. „Wegen des starken Alkoholkonsums waren die Zusammenhänge in diesem Fall zunächst nicht zu klären. Beide wollten oder konnten keine genaueren Angaben machen“, so der Polizeisprecher.

„Wir mussten ein paar Leute des Platzes verweisen“, ergänzt Disco-Betreiber Ingo Wolff.

Dem Rausschmiss seien „Auseinandersetzungen“ im Gebäude vorausgegangen. Möglicherweise sei es um offene Drogen-Rechnungen gegangen, will er von den Ordnern gehört haben.

Die Polizei musste zwei Stunden später erneut zum Luckauer Schlossberg. Auf dem Parkplatz war ein 27-Jähriger krankenhausreif geschlagen worden. Polizeisprecher Jens Quitschke: „Nach verbalem Streit und kurzer körperlicher Auseinandersetzung griff ein namentlich bekannter Mann den 27-Jährigen erneut an. Er schlug ihn von hinten nieder und trat dem am Boden Liegenden ins Gesicht. Dabei erlitt der Angegriffene Verletzungen im Gesicht und musste ins Krankenhaus.“

Für die Polizei sind derartige Ereignisse im Umfeld von Discotheken nichts Ungewöhnliches. „Wo viele Jugendliche sind und Alkohol getrunken wird“ gebe es immer wieder mal Handgreiflichkeiten.

Wenn es nach Betreiber Ingo Wolff ginge, würde er die von ihm engagierten Sicherheitsleute auch im unmittelbaren Umfeld des Schlossbergs einsetzen – wenigstens auf der Treppe und auf dem Parkplatz davor. „Doch das ist nicht erlaubt. Mein Hausrecht endet an der Tür. Deswegen heißen sie auch Türsteher. Was draußen passiert, muss die Polizei regeln“, so Ingo Wolff. Trotzdem zieht er Konsequenzen: Für die nächste Veranstaltung zu Ostern werde er nicht vier, sondern fünf Ordner engagieren, sagt er.