Archäologen haben in den zurückliegenden Monaten beispielsweise Reste von speziellen Erdhütten untersucht. Im Dahmeland und bei Müncheberg waren immer wieder viereckige, hüfthohe Gruben aufgefallen. Jetzt ist klar, es handelt sich um die Überreste russischer Erdhütten, sogenannter "Semljanka". Sie dienten den Rotarmisten als Unterstände. Es gab einfache, mit Zeltplanen bedeckte Behausungen, aber auch Blockhütten. Mehr als 50 solcher Standorte sind inzwischen registriert.

Beeindruckend war dabei die Größe mancher Siedlungen.

Die bei Müncheberg entdeckten Gruben mit vier unterschiedlichen Grundrissen bildeten eine Kleinstadt für Zehntausende Soldaten. Die Bewohner der umliegenden Orte mussten den Soldaten Verpflegung liefern und auch die Wäsche waschen.