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Museum und Bibliothek neu geordnet

Auch prominente Besucher haben sich in das Gästebuch des Stadt- und Regionalmuseums eingetragen. So war Olympiasiegerin und Weltmeisterin Karin Büttner-Janz beeindruckt von der Ausstellung zum Jahr des Sports in Lübben.
Auch prominente Besucher haben sich in das Gästebuch des Stadt- und Regionalmuseums eingetragen. So war Olympiasiegerin und Weltmeisterin Karin Büttner-Janz beeindruckt von der Ausstellung zum Jahr des Sports in Lübben. FOTO: I. Hoberg
Lübben. Das Museum und die Bibliothek werden künftig wieder von der Stadt Lübben geführt – der Grundsatzbeschluss dazu ist auf den parlamentarischen Weg gebracht. Die Fachausschüsse haben der Verwaltungsvorlage bereits zugestimmt. Die Rückführung steht im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der TKS. Ingrid Hoberg

Der vorgelegte Grundsatzbeschluss wird die Zustimmung der Lübbener Stadtverordneten finden - das ist nach den Beratungen in den Fachausschüssen für Bildung, Finanzen und Bauen abzusehen - und das bringt Sicherheit für die Mitarbeiter im Stadt- und Regionalmuseum wie in der Bibliothek. Sie waren lange im Ungewissen, was die Neuaufstellung der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH (TKS) für sie bedeuten wird. Seit 1. Juni 2001 war das Museum der städtischen Gesellschaft zugeordnet, seit Januar 2004 wurden Marstall sowie Bibliothek mitbewirtschaftet.

Doch nun sind die kommunalen Marketingaufgaben neu geordnet worden und mit der Umgründung der TKS soll eine Fokussierung auf das Kerngeschäft erfolgen. Diesen Beschluss hatten die Stadtverordneten Ende April 2016 nach vielen Diskussions- und Gesprächsrunden gefasst. Jens Richter (CDU/Grüne) fordert vom Bürgermeister, dass im Hauptausschuss über die zeitliche Abfolge informiert wird, auch welche Ziele es für die Objekte gibt, die von der Stadt übernommen werden sollen. Frank Neumann, stellvertretender Bürgermeister, kündigt an, dass Lars Kolan (SPD) eine neue Fachbereichsgliederung vorstellen wird. "Es könnte ein viertes Amt geben, so wie früher das Hauptamt", sagt Neumann.

An der fachlichen Arbeit und der Außenwirkung für die Stadt Lübben durch das Museum und die Bibliothek wird im vorgelegten Grundsatzbeschluss nicht gezweifelt. Die Ausstellungen im Schloss haben in den vergangenen Jahren guten Zuspruch durch Besucher gefunden - und auch Anerkennung in der Fachwelt. Dazu gehört beispielsweise "Wie wir Preussen wurden. Das Ende des Markgrafentums Niederlausitz". "Geschichte des Sports und der Lübbener Sportvereine” oder die aktuelle Ausstellung "Mode aus Lübben". Die Bibliothek ist nicht nur Buchausleihe - moderne Medien stehen zur Verfügung und es werden Lesungen veranstaltet. Es sind Einrichtungen, auf die Lübben als staatlich anerkannter Erholungsort nicht verzichten kann.

Zum Thema:
Der Grundsatzbeschluss zur Übernahme der Betriebsführung des Stadt- und Regionalmuseums, der städtischen Bibliothek sowie der zur Nutzung und Bewirtschaftung überlassenen Objekte von der TKS in die Kernverwaltung der Stadt Lübben liegt am Montag, 17. Oktober, 17 Uhr, im Hauptausschuss zur Beratung vor. Die Stadtverordneten können dann in der Sitzung am Donnerstag, 27. Oktober, 17.30 Uhr, den Grundsatzbeschluss fassen.