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| 17:26 Uhr

Lübbener Museum sucht Fotos
Fotos und Alltagsgegenstände gesucht

Viele Menschen sind 1987 auf dem Lübbener Markplatz zusammen gekommen, um dem Aufsetzen der Kirchturmhaube  beizuwohnen.
Viele Menschen sind 1987 auf dem Lübbener Markplatz zusammen gekommen, um dem Aufsetzen der Kirchturmhaube  beizuwohnen. FOTO: Museum Lübben
Lübben. Museum Schloss Lübben bereitet Sonderausstellung über die letzten zwei DDR-Jahrzehnte vor.

Im Lübbener Wappensaal wird am Donnerstag, 22. November, um 17 Uhr die neue Sonderausstellung „Zwischen Schrebergarten und Arbeitsbrigade – Lübben 1971-89“ eröffnet. Sie will die wichtigsten Ereignisse in der Stadt und das vorherrschende Lebensgefühl dieser letzten beiden Jahrzehnte der DDR mittels Fotos und ausgewählten Exponaten aufzeigen. Im Bereich der Altstadt, der Neustadt und am nördlichen Stadtrand waren große Wohnsiedlungen entstanden, verbliebene historische Bereiche wurden abgerissen. Der alte Spreearm an der idyllischen „Insel der Jugend“ wurde zugeschüttet. Lübbener Sportler feierten auf nationaler wie internationaler Ebene Erfolge. Die erste Städtepartnerschaft mit dem westdeutschen Neunkirchen entstand in den Achtzigern. Partei- und Massenorganisationen prägten wie überall in der DDR das gesellschaftliche Leben. Viele richteten sich neben der Arbeit ein ruhiges Leben zwischen Angeln, Schrebergarten und Kegelverein ein.

Die Sonderausstellung, die bis zum 10. Februar zu sehen sein wird, will die Facetten dieser Zeit auf Fotos, Dokumenten und Objekten in Erinnerung rufen. „Das hatte ich doch auch!“ – auf diese Reaktion hofft das Lübbener Museum. Aus diesem Grund sucht es Fotos, Spielzeug und Alltagsgegenstände aus den 1970er- und 80er-Jahren, die es heute nicht mehr gibt.

Gesucht werden insbesondere Fotos oder Filmmaterial von der 825-Jahrfeier, der Friedensfahrt, dem Besuch von Raissa Maximowna Gorbatschowa, der Städtepartnerschaft, dem Aufsetzen der Turmhaube oder weiteren wichtigen politischen Ereignissen. Auch Klassenfotos und Aufnahmen von Jugendweihefeiern, Fotos von Kinderfesten, von der Hochzeit im Eheschließungszimmer im Schloss­turm, von der ersten Neubauwohnung und Privatfotos aus dieser Zeit sind gefragt. Innenansichten vom Konsum oder dem sogenannten Schafstall, der HO, dem Weinkeller, aus Handwerksbetrieben, der Konserven- und Pappenfabrik sowie dem Spreewerk sind von Interesse.

Das Museum freut sich auch auf Fotos von Brigadefeiern, Weihnachtsfeiern, Kreissportfesten, Spartakiaden, Subotniks, der GST und von Maiumzügen. Gern können Pionierausweise, Ausreiseanträge und weitere Dokumente für die Ausstellung zur Verfügung gestellt werden.

Fotos vom Angeln, vom Kleingarten oder Kegelverein, von der Holzoper, vom Jugendklubhaus, von Beat-Konzerten und Diskotheken oder allgemeinen Tanzvergnügen der Jugend sucht das Museum ebenso.

Wer seine Erinnerungen mit den Ausstellungsbesuchern teilen möchte, kann sich bei den Museumsmitarbeitern unter Telefon 03546 187478 melden oder eine Mail an museum@tks-luebben.de schreiben. Oder er kommt persönlich im Museum Lübben, Ernst-von-Houwald-Damm 14, vorbei.

(red/pos)