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| 01:01 Uhr

Museum erinnert an Jamlitzer Malerin

Lübben.. Jamlitz und Straupitz sind die Lebensmittelpunkte von Bianca Commichau-Lippisch (1890 bis 1968) gewesen. Kein Wunder, dass ihr Werk zahlreiche Porträts von Menschen aus dieser Region und Landschaftsbilder umfasst. privat

Einen Teil davon will das Stadt- und Regionalmuseum Lübben in einer Sonderausstellung ab dem 17. März präsentieren.
Erarbeitet worden ist diese Ausstellung vor allem von den Nachfahren der Malerin, speziell deren Enkel Matthias Krebs aus Jamlitz, informiert Museumsdirektorin Christina Orphal. Verbunden sei diese Arbeit mit dem Bemühen, ein Verzeichnis der Werke von Bianca Commichau-Lippisch zu erstellen. Zwar seien viele ihrer Bilder, die 1945 in einem Haus in Lübben lagerten, der Zerstörung der Stadt zum Opfer gefallen. Aber weil die Malerin sich und ihre Familie nach 1945 von ihrer Arbeit ernähren musste, sei sie äußerst produktiv gewesen. „Deshalb müssen sehr viele ihrer Bilder in Umlauf gekommen sein, von denen die Familie nichts weiß“ , sagt Christina Orphal. Sie und die Nachfahren von Bianca Commichau-Lippisch bitten daher Besitzer dieser Bilder, sich im Museum zu melden (Tel. 03546/18 74 78). „Natürlich wäre es schön, wenn wir die Werke als Leihgaben zur Verfügung gestellt bekämen“ , so Christina Orphal. „Es geht aber auch darum, ein möglichst komplettes Werkverzeichnis aufstellen zu können.“
In der Sonderausstellung will Christina Orphal zwei Schwerpunkte bilden. Einen sollen „die wunderbaren Porträts sowie Bilder zum Thema Volkskunde, auf denen Bianca Commichau-Lippisch Spreewälderinnen und Spreewälder Bräuche festgehalten hat, bilden“ , kündigt sie an. Der andere werde Bilder von Jamlitz, Straupitz und Landschaftsmotive umfassen.
Bianca Lippisch war mit ihren Eltern 1916 nach Jamlitz gekommen. 1921 zog sie mit ihrem Mann Alfred Commichau nach Straupitz, wo sie sich vor allem mit Porträtmalerei beschäftigte. Dort lebte sie bis 1939, zog dann nach Cottbus und kehrte 1945 nach Jamlitz zurück.
Bis 1964 lebte und arbeitete die Künstlerin in Jamlitz, beteiligte sich an Ausstellungen, unter anderem im Schloss Lieberose. Dann zog sie zu ihrer jüngsten Tochter nach Schleswig-Holstein, wo sie vier Jahre später starb.
Um in der Sonderausstellung nicht nur Bilder von Bianca Commichau-Lippisch zeigen zu können, hofft Christina Orphal, dass Dokumente und Fotos von ihr zur Verfügung gestellt werden. „Vielleicht hat jemand Fotos aus ihrem Leben: von Ausstellungseröffnungen oder von ihrer Arbeit an der Staffelei irgendwo unter freiem Himmel“ , sagt die Museumsdirektorin und hofft auf Unterstützung. (dh)