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Mögliche neue Beigeordnete stellt sich Abgeordneten vor

Lübben/Königs Wusterhausen. Amtsgerichts-Direktorin aus Eberswalde kann sich einen Wechsel nach Dahme-Spreewald vorstellen. Sie stellt sich im Kreistag zur Wahl. Ingvil Schirling

Sie soll auf Vorschlag des Landrats neue Beigeordnete in der Kreisverwaltung Dahme-Spreewald werden: Susanne Rieckhof hat sich am Mittwoch den Abgeordneten im Kreisausschuss vorgestellt. Die jetzige Direktorin des Amtsgerichts Eberswalde könnte künftig die Personalführung und innere Verwaltungsorganisation übernehmen. Im nächsten Kreistag am 29. März stellt sie sich zur Wahl.

Jahrgang 1963, war die Juristin und Richterin in verschiedenen Führungspositionen mehrfach mit Personal- und Verwaltungsorganisation betraut. Das qualifiziert sie laut Beschlussvorlage für die neue Aufgabe. Auch sie selbst sah das auf Nachfrage von Lothar Treder-Schmidt (SPD/Grüne) als besonders interessant für sie an der Beigeordnetenposition an. Weiterhin reize sie die Aussicht auf die Veränderungen, die im Landkreis anstehen. Selbst wenn die von Landesseite geplante Kreisfusion mit Teltow-Fläming nicht kommt, wird es im Personalbereich durch die Funktionalreform tiefgreifende Änderungen geben, wie Landrat Stephan Loge (SPD) andeutete.

"Wie kann ich effiziente Verwaltung betreiben, welchen Herausforderungen muss ich mich angesichts der demografischen Entwicklung stellen", ergänzte Susanne Rieckhof die Punkte, die sie reizen. "Sie zeigen, dass Sie schon einiges an Erfahrung mitbringen und vermutlich ein Mensch sind, der nicht beim ersten Windhauch umfällt", schätzte Abgeordneter Martin Wille (SPD) ein. "Doch Umstrukturierungen, unabhängig von der Reform, machen nicht immer nur Freude." Sie müsse sich auch darauf einstellen, einiges an Kritik einstecken zu müssen. Er wollte wissen, wie sie bisher die Mitwirkung der Personalvertretung berücksichtigt habe? In diesem Punkt sprach sich Susanne Rieckhof für eine sehr frühzeitige Beteiligung aus.

Auf Nachfrage von Lutz Krause (UBL) bekannte sie sich als SPD-Parteimitglied. Als Richterin der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit verpflichtet, habe sie das aber bisher nicht zum Ausdruck gebracht.