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| 14:23 Uhr

Am 31. Oktober ist Schluss
Sparkassen-Filiale in Schönwalde wird geschlossen

Schönwalde. Das dürfte ein Einschnitt in der Schönwalder Dorfgeschichte werden: Die Sparkassenfiliale macht im Herbst zu. Sie rechnet sich nicht mehr. In Schönwalde wird das kritisch gesehen. Von Ingvil Schirling

Die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) schließt ihre Geschäftsstelle in Schönwalde zum 31. Oktober. Das hat das Kreditinstitut jetzt mitgeteilt. Die Kunden erhielten die Nachricht per Post. Die beiden Mitarbeiterinnen sollen künftig in anderen Filialen arbeiten. Hintergrund ist, dass sich die Geschäftsstelle in Schönwalde mit rund 1000 Kunden und zwei Mitarbeiterinnen wirtschaftlich gesehen seit Jahren nicht mehr trägt, informiert die Pressestelle. Als Ursache wird das sich verändernde Verhalten der Kunden gesehen: Das Geldabheben geschieht auf dem Weg; das bargeldlose Bezahlen nimmt zu und Beratungsgespräche werden selten angefragt. In Schönwalde ist die Enttäuschung groß. Geplant war seit Längerem, dass die MBS mit in das Mühlenhof-Ensemble einzieht. Doch daraus wird nichts. Die Entwicklung des Unterspreewald-Ortes mit Zuzug und einem lebendigen Dorfleben ist positiv. Gerade deshalb ist Bürgermeister Roland Gefreiter tief enttäuscht. Er befürchtet sogar, dass sich diese Entscheidung bis auf das Abstimmungsverhalten zur Landtagswahl durchschlägt. „Das kann nicht sein“, sagt er. „Gerade in einem Ort, in dem es aufwärts geht.“

Doch an der Entscheidung ist nicht zu rütteln, ist sich die Sparkasse sicher. „Wir können die Enttäuschung verstehen“, sagt Pressesprecher Robert Heiduck. „Ja, wir haben einen Versorgungsauftrag – aber wir müssen auch nachhaltig wirtschaften.“