| 01:13 Uhr

Mittel freigegeben für Schulsanierung

Lübben.. Die Stadtverordneten haben sich per Beschluss für den Erhalt der beiden Grundschulstandorte in Lübben entschieden. Während für das im August beginnende Schuljahr bereits feststand, dass in die 1. Grundschule drei Klassen und in die 2.

eine Klasse Abc-Schützen aufgenommen werden sollen, legten die Abgeordneten in der Stadtverordnetenversammlung in der vergangenen Woche nun auch fest, dass die Einrichtung in der Gartengasse ab dem Schuljahr 2004/05 ein- bis zweizügig und die in der Wettiner Straße zwei- bis dreizügig „gefahren“ werden soll.
Um aber in der ersten Grundschule in der Gartengasse in den nächsten Jahren unterrichten zu können, sind dringend Sanierungen notwendig. Dabei geht es vor allem um Fragen der Sicherheit. Im Haushalt der Stadt war die entsprechende Position bis zur Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag mit einem Sperrvermerk versehen. Dieser ist nun durch mehrheitliche Entscheidung der Abgeordneten aufgehoben. Mittel in Höhe von 240 000 Euro sind freigegeben worden. Diese werden in Brandschutz- und Elektrikmaßnahmen gesteckt.
Frank Selbitz beantragte namens der Fraktion Neues Forum/Einzelabgeordneter, dass lediglich 150 000 Euro freigegeben werden sollen. Denn geplant ist, dass nur diese Teilsumme noch in diesem Jahr in die Renovierung des Altbaus der Schule fließen soll, während die restlichen 90 000 Euro im nächsten Jahr in den Neubau gesteckt werden sollen. Er vertrete bewusst den Standpunkt, die Sperre für die gesamten 240 000 Euro aufzuheben, so Kämmerer Rainer Kleemann. „Wenn wir erklären, dass es notwendig ist, die Schule weiter zu betreiben, werden diese Mittel benötigt“ , sagte er und argumentierte weiter: „Wann werden wir den Haushalt für 2004 beschließen? Vielleicht im März, weil es vorher sinnlos ist“ angesichts dessen, wann die Kennziffern für das Zahlenwerk seitens des Landes zu erwarten sind. Aber bereits in den Winterferien solle im Neubau saniert werden.
Hinzu komme, so Kleemann weiter, dass es des Freigabe-Beschlusses der Stadtverordneten bedarf, damit der Kredit aufgenommen werden kann, mit dem die Arbeiten finanziert werden sollen. Aber einen Extra-Kredit über 90 000 Euro aufzunehmen, schätze er als eine nicht so gute Variante ein. Den Antrag von Selbitz lehnte der Großteil der Stadtverordneten ab. (red)